Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
153
Einzelbild herunterladen
 

163

und rauchte eine Cigarre am Eingang deS Gartens, alsder Wagen des Grafen vor der Thürc »»hielt.

CocleS öffnete, wie gesagt; Baptistin sprang vonseinem Bocke und fragte, ob Herr und Madame Hcr-bault und Herr Maximilian Morrel für den Grafen »onMonte Christo sichtbar wären.

Für den Grafen von Monte Christo!" rief Mor-rcl seine Cigarre wegwerfend und dem Besuche entgegcn-eilend:ich glaube wohl, ich glaube wohl, daß wirfür ihn sichtbar sind. Nh! Dank, tausendmal Dank,Herr Graf, daß Sic Ihr Versprechen nicht vergessenhaben."

Und der junge Ofsicier drückte dem Grafen so innigdie Hand, daß dieser sich in der Treuherzigkeit seinerKundgebung nicht täuschen konnte und mit dem erstenBlicke sah, daß er mit Ungeduld erwartet worden warund die wärmste Aufnahme fand.

Kommen Sie, kommen Sie," sprach Marimilianich will Ihnen als Einführer dienen; ein Mann, wieSie sind, darf nicht durch Bedienten gemeldet werden;meine Schwester ist in ihrem Garten und bricht ihre ver-welkten Rosen ab; mein Schwager liest seine zwei Zei-tungen sechs Schritte von ihr, denn überall, wo man! Madame Herbault sieht, darf man nur im Umkreise einerRuthe umhcrschanen, und Herr Emmanuel wird sichI finden, und so gegenseitig, wie man in der polytechnischenSchule sagt."

! Bei dem Geräusche der Tritte hob eine junge Frau

von fünfundzwanzig bis dreißig Jahren in einem seidenenHauSklcide den Kopf. Diese Fran, welche mit besondererSorgfalt von einem herrlichen Nosenstock die Blumen ab-kianbte, war unsere kleine Julie, nunmehr, wie dies derMandatar des Hauses Thomson und Frcnch vorhcrgesagthatte, Frau Emmanuel Herbault.

Sic stieß einen leichten Schrei aus, als sie einenFremden erblickte, Marimilian aber sprach lachend:

Laß Dich nicht stören, meine Schwester; der Herr