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11/14 (1846)
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Gesetz der Wiedcrvcrgcltuug immerhin dasjenige ist, welchesam meisten dem Herzen Gottes entspricht."

Würde dieses Gesetz eingcsnhrt, mein Herr," ent-'gegnele der Staatsanwalt,so müßte es nnscre Codi-ces ungemein vereinfache», und die Beamten hätten sodannwie Sie so eben sagten, allerdings nicht mehr viel zuthun."

Das kommt vielleicht," sprach Monte Christo;Siewissen, daß die menschlichen Erfindungen vom Zusammen-gesetzten zum Einfachen fortschreiten, und daß das Einfachestets die Vollkommenheit ist."

Mittlerweile, mein Herr," sagte der Staatsbe-amte,bestehen unsere Gesetzbücher mit ihren den gal-lischen Sitten, den römischen Gesetzen, den fränkischenGebräuchen entnommenen contradictorischcn Artikeln; aberdie Kenntniß aller dieser Gesetze erwirbt sich, wie Sie zu-gestehcn werden, nicht ohne lange Arbeiten, und cs bedarfzur Erringung dieser Kenntniß ausgedehnter Studien, undist sie einmal errungen, großer Kraft des Kopfes, um sienicht zu vergessen."

Ich bin auch dieser Meinung; doch Alles, wasSie in Beziehung auf das französische Gesetzbuch wissen,weiß ich nicht nur hinsichtlich des letzteren, sondern auchhinsichtlich der Gesetzbücher aller Nationen; die cngiilche»,die türkischen, die japancsische», die hinduischen Gesetzesind mir ebenso genau bekannt, als die französischen; undich hatte also Recht, wenn ich behauptete, bezüglich (Siewissen, mein Herr, daß Alles bezüglich ist) daß bezüglichauf das, was ich gcthan, Sie nur sehr wenig zu thunhaben, und daß, bezüglich auf das, was ich gelernt, Sienoch sehr viel zu lernen haben."

In welcher Absicht haben Sie dies Alles gelernt?"fragte Villefort erstaunt.

Monte Christo lächelte und sprach:

Mein Herr, ich sehe, daß Sie, obgleich Sie imRufe eines erhabenen Mannes sichen, alle Dinge ausdem materiellen, gewöhnlichen Gesichtspunkte der Ge-