Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
134
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Rücken war er an das Fenster und mit dem Ellbogen auf !die geographische Karte gelehnt, welche für den Augenblickden Gegenstand des Gespräches bildete.

Ah! Sie phiiosophiren," versetzte Villefort nach ^einem kurzen Stillschweigen, während dessen er, wie ein »Athlet, der einen mächtigen Gegner trifft, Vorrath an ^Kräften gesammelt hatte.Nun, mein Herr, bei meüiem ^Ehrenworte, wenn ich, wie Sic, nichts z» thun hätte, so sWürde ich mir wenigstens eine minder traurige Beschäfti-gung suchen."

Es ist wahr," erwiedcrte Monte Christo,der Mensch 'ist eine häßliche Raupe für denjenigen, welcher ihn unterdem Sonuenmikroskope betrachtet. Doch Sic sagten, glaubeich, ich hätte nichts zu thun; . . denken Sie zufällig,

Sic hätten etwas zu thun, mein Herr? oder um deutli-cher zu sprechen, wähnen Sie, das was Sie thun, sei derMühe Werth, sich etwas zu nennen?"

Das Erstaunen von Herrn von Villefort verdoppeltesich bei diesem zweiten, von seinem seltsamen Gegner aufeine so harte Weise geführten Schlage; seit langer Zeithatte der Staatsbeamte nicht gehört, daß ihm irgendJemand eine so starke Paradoxe gesagt, oder vielmehr, umuns schärfer auszudrücken, es war das erste Mal, daß eres hörte. ' '

Der Staatsanwalt schritt auch sogleich zum Werkeund erwiedcrte:

Mein Herr, Sie sind ein Fremder und haben, wieich glaube, nach Ihrer eigenen Acußerung, einen TheilIhres Lebens im Orient zugebracht, Sie wissen also nicht,welch einen klugen, abgemessenen Gang bei uns die inbarbarischen Ländern so blutige Justiz hat."

Doch, mein Herr, doch, cs ist das alte pecksclauclo. Ich weiß alles Dies, denn ich habe michhauptsächlich mit der Justiz aller Länder beschäftigt,ich habe das criminelle Verfahren aller Nationen mitder natürlichen Justiz verglichen und hiebei gefunden,mein Herr, daß das Gesetz der Nrvölker, nämlich das