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11/14 (1846)
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daß er Ihnen das Leben gerettet hat, dient er mir, undmir zu dienen, ist seine Pflicht."

Aber er hat sein Leben gewagt," sprach Frau vonBillefort, ans welche dieser Gebictenton einen seltsamenEindruck machte.

Ich habe ihm dieses Lebe» gerettet," entgegneteMonte Christo,folglich gehört es mir."

Frau von Villesori schwieg: vielleicht dachte sieüber diesen Manu nach, der vom ersten Anfang an eineso tiefe Wirkung aus die Geister hervorbrachte.

Während dieses kurzen Stillschweigens konnte derGraf nach Gefallen das Kind betrachten, das seine Mut-ter mit ihren Küssen bedeckte. Es war klein, schwäch-lich, hatte eine weiße Haut, wie die rothen Kinder, unddennoch bedeckte ein Wald von schwarzen, gegen jedeAnstrengung deS Kammes widerspänstigen Haaren seinegewölbte Stirne und verdoppelte, an beiden Seite» desGesichtes auf die Schultern herabfallcnd, die Lebhaftig-keit seiner Augen, in denen ein hoher Grad von Duck-mäuserei und jugendlicher Bosheit nicht zu verkennenwar; sein nun wieder rotli gewordener Mund war feinden Lippen »ach, aber weit hinsichtlich der Ocffnnng;die Züge des kaum acht Jahre alten Kindes deutetenbereits mehr als zwölf an. Cs war sein Erstes, daßes sich mittelst einer ungestümen Bewegung aus denArmen seiner Mutter losmachte und das Kästchen öff-nete, woraus der Graf das Elirirfläschchen genommenhatte; dann begann der Knabe, ohne Jemand um Er-laubnis; zu fragen, und wie ein Kind, das allen seinenLaunen zu fröhuen gewöhnt ist, die Stöpsel aus denPhiolen zu ziehen.

Berühren Sie daö nicht, mein Freund," sprach derGraf,einige von diesen Flüssigkeiten sind gefährlich,nicht nur wenn man sie trinkt, sondern schon wenn manden Geruch derselben cinathmet."

Frau von Villcfort erbleichte, hielt de» Arm ihresSohnes zurück und zog ihn an sich; sobald jedoch ihre