Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
116
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In diesem Augenblick trat die Lieblingskammerfrander Baronin Danglars ei», näherte sich ihrer Gebieterinund flüsterte ihr ein Paar Worte in das Ohr,

Madame Danglars cntgcgnete erbleichend:

Es ist unmöglich!"

Nein, cs ist die strengste Wahrheit," sprach dieKammerfrau,

Madame Danglars fragte, sich an ihre» Gattenwendend:

Ist es wahr, mein Herr?"

Was, Madame?" erwiedcrte er sichtbar beunruhigt,

Was mir diese sagt!"

Und was sagt sie Ihnen?"

Sie sagt mir, mein Kutscher habe, als er anspan-ncn wollte, meine Pferde nicht mehr im Stalle gefunden;ich frage Sie, was soll das bedeuten?"

Madame, hören Sie mich,"

Oh! ich höre Sie, denn ich bin neugierig, zuerfahren, was Sie mir sagen werden; ich mache dieseHerren zu Richtern zwischen uns und will damit begin-nen, daß ich ihnen mitthcile, wie sich die Sache verhält.Meine Herren," fuhr die Baronin fort,der Herr Ba-ron von Danglars hat zehn Pferde im Stall; unterdiesen zehn Pferden gehören zwei mir, reizende Thiere,die schönsten Pferde von Paris; Sie kennen Sic, HerrDebray, meine Apfelschimmel, Nun, in dem Augenblick,wo Frau von Villefort meine» Wagen von nur entlehnt,wo ich ihr denselben für morgen zu einer Spazierfahrtzusagc, finden sich meine zwei Pferde nicht mehr, HerrDanglars wird ein paar tausend Franken darauf zu ge-winnen gewußt und sie verkauft haben. Oh! meinGott, cs ist eine gemeine Nace, die Nacc der Specn-lantcn!"

Madame," erwiedcrte Danglars,die Pferde wa-ren zu lebhaft und kaum vier Jahre alt, sic machte» mirgrausam bange für Sie."

Ei! mein Herr, Sie wissen wohl, daß seit einem