Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
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Obgleich die Vorstellung ziemlich plump lobredncrischwar, so ist doch ein Mensch, der nach Paris kommt, umin einem Jahre das Vermöge» eines Fürsten zu ver-brauchen, etwas so Seltenes, daß Madame Danglarö aufMonte Christo einen Blick warf, dem es nicht an einergewissen Theilnahmc gebrach.

Wann sind Sie angclangt, mein Herr?" fragte dieBaronin.

Gestern früh."

Und Sie kommen Ihrer Gewohnheit gemäß, wieman mir gesagt hat, vom Ende der Welt?"

Diesmal nur ganz einfach von Cadir."

Oh I Sie erscheinen in einer abscheulichen Jahres-zeit; Paris ist im Sommer fürchterlich; es gibt keineBälle, keine Gesellschaften, keine Feste. Die italienischeOper ist in London, die französische Oper überall, mitAusnahme von Paris; und was das Thstntre-FrantzaiSbetrifft, so wissen Sie, daß eS nirgends mehr ist. So-mit bleiben uns als einzige Zerstreuung nur noch ein paarunglückliche Wettrennen auf dem Cham-dc-MarS und inSatorp. Werden Sie rennen lassen, Herr Graf?"

Ich, Madame," erwiedertc Monte Christo;ichwerde Alles thun, was man in Paris thut, wenn ichdas Glück habe, Jemand zu finden, der mich auf eineentsprechende Weise über die französischen Gebräuche undGewohnheiten belehrt."

Sic sind Liebhaber von Pferden, Herr Graf?"

Ich habe einen Theil meines Lebens im Orient zu-gebracht, Madame, und die Orientalen schätzen, wie Siewissen, nur zwei Dinge in der Welt, den Adel der Pferdeund die Schönheit der Frauen."

Ah! Herr Graf," cntgegnete die Baronin,Siehätten die Artigkeit haben sollen, die Frauen voranzu-sctzen."

-Sie sehen, Madame, daß ich Recht hatte, wennich mir so eben einen Führer wünschte, der mir in denfranzösische» Sitten Anleitung zu geben vermöchte."