Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
114
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ihrem Klavier, einem Meisterwerke von eingelegter Ar-beit, während Lucicn, an einem Tische sitzend, ein Albuindurchblälterte.

Lucicn hatte schon vor der Erscheinung des GrafenZeit gehabt, der Baronin allerlei Dinge in Bestehungans seine Person zu erzählen. Man weiß, welchen Ein-druck Monte Christo während des Frühstücks bei Albertans dessen Gäste hcrvorbrachte; dieser Eindruck. so wenigempfänglich im Ganzen Dcbray war, hatte sich bei ihmnoch nicht verwischt und die Milthcilnngcn, die er derBaronin über de» Grafen machte, waren ganz davonerfüllt. Durch die früheren Erzählungen von Morcerfund durch neue von Debray bcigefügte Einzelnhcitenerregt, hatte die Neugierde von Madame Danglars denhöchsten Grad erreicht. Die Anordnung mit dem Pianound dem Album war auch nur eine List, wie man siehäufig in der Welt anwendct, um die größte Unruhe zuverbergen. Die Baronin empfing Herrn DanglarS miteinem Lächeln, wie cS ihm gewöhnlich nicht zu Theilwurde. Der Graf erhielt im Austausch für seinen Grußeine ccrcmoniösc, aber zugleich freundliche Verneigung.

Lucicn wechselte mit dem Grafen einen Gruß derHalbbckanntschaft und mit Danglars eine Gebcrde derVertraulichkeit.

Frau Baronin," sprach Danglars,erlauben Siemir, Ihne» den Herrn Grafen von Monte Christo vor-zustcllcn, der von meinen Correspondentcn in Rom mitden dringendste» Empfehlungen an mich adressirt ist; ichhabe nur ein Wort zu sagen, das ihn im Augenblick z»mLiebling von allen unseren schönen Damen machen wird:er kommt nach Paris, um ein Jahr hier zu bleiben nud ^während dieses Jahrs sechs Millionen auSzngebcn; diesverspricht eine Reihe von Bällen, Mittagsmahlen undMitternachtSschmäuscn, wobei der Herr Graf, wie ichhoffe, uns eben so wenig vergessen wird, als wir ihn beiunseren kleinen Festen vergessen werden."