Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
111
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Herr Graf/'" fuhr DanglarS fort,werden Sie in derHauptstadt einen Luxus entwickeln, der uns arme kleineMillionäre inSgesamnit in den Staub treten muß; daSie jedoch ein Liebhaber der Kunst zu sein scheinen, dennbei meinem Eintritte betrachteten Sie meine Gemälde,so bitte ich Sie um Erlaubniß, Ihnen meine Gallcriezeige» zu dürfen; lauter alte Gemälde, lauter Bilder vonMeistern, wofür man mir garantirt hat; ich liebe dieNeueren nicht."

Sie haben Recht, mein Herr, denn sic leiden ge-wöhnlich an einem Fehler, an dem, daß sie noch nichtZeit gehabt haben, alt zu werden."

Kann ich Ihnen einige Statuen von Dhorwaldscn,von Bartolini, von Canova, lauter fremden Meistern, zei-gen? Sie sehen, ich lege keinen Werth auf die französischenKünstler.

Sie haben das Recht, ungerecht gegen sie zu sein,mein Herr, den» es sind Ihre Landsleute."

Doch alles Dies später, wenn wir nähere Bekannt-schaft gemacht haben ; für heute beschränke ich mich darauf,Sie, wenn Sie mir erlauben wollen, der Frau Baroninvon DanglarS vorzustellen; entschuldigen Sie meinen Eifer,Herr Graf, doch ein Kunde, wie Sie, gehört beinahe zurFamilie."

Monte Christo verbeugte sich und zeigte dadurch, ernähme die Ehre an, die ihm der Finanzmann zu erweisendie Güte haben wollte.

DanglarS läutete; es erschien ein Lackei in auffallen-der Livröe.

»Ist die Frau Baronin zu Hanse?" fragte Dang-larS.

Ja, Herr Baron," antwortete der Lackci.

Allein?"

Nein, die Frau Baronin hat Gesellschaft."

Nicht wahr, cS ist nicht unbescheiden, wenn ich Siein Gegenwart von Andern verstelle? Sie beobachten keinJncognito, Herr Graf?"