Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
89
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gerin nnd einen Adoptivsohn haben, und weder von dereinen, noch von den: anderen mit mir sprachen?"

Ach! Ereellenz, ich muß ihnen noch den traurig-sten Lhcil meines Lebens mitthcilcn. Ich reiste nachCorsica ab. Es drängte mich, wie Sic wohl begreife»werden, meine arme Schwägerin wicdcrznschcn nnd sie zntrösten; als ich aber nach Nogliano kam, fand ich dasHauS in Trauer; eS war eine furchtbare Scene vorge-fallcn, deren Erinnerung die Nachbarn noch bewahren.Meinem Nathc gemäß, widerstand meine Schwägerinden Forderungen von Bencdetto, der sich jeden Augen-blick aiieö Geld geben lassen wollte, das im Hanse war.Eines Morgens bedrohte er sie nnd verschwand dann fürde» ganze» Tag. Sic weinte, denn die liebe Assuntahatte ein Mutterhcrz für den Elende». Es kam der Abend,sie wartete auf ihn, ohne sich nicdcrznlcgen. Als er umcilf Nhr mit zweien von seinen Freunden, den gewöhn-liche» Genossen aller seiner tollen Streiche, zurückkchrte,streckte sie die Arme gegen ihn ans; doch die Ruchlosenpackten sie, nnd einer von den Dreien, ich befürchte, eswar das höllische Kind, rief:

Wir wollen sic auf die Folter spannen, sic mußgestehen, wo sie ihr Geld hat.""

Der 'Nachbar Wasilio war gerade in Bastia nndnur seine Frau allein zn Hause. Niemand außer ihrkonnte sehen oder hören, was bei meiner Schwägerinvorging. Zwei von ibnen hielte» die arme Assunta, diean die Möglichkeit eines solchen Verbrechens nicht glau-ben konnte und denen znlächclte, welche ihre Henkerwerden sollten; der Dritte verrammelte Thüren undFenster, kam dann zurück, nnd alle Drei miteinandernäherten, das Geschrei erstickend, welches ihr der Schre-cken bei so gräßlichen Vorbereitungen entriß, die Füßeder armen Assunta der Kohlcugluth, durch welche sicdieselbe zum Geständnis;, wo unser kleiner Schatz ver-borgen war, zn bringen gedachten; doch im Kampfefingen ihre Kleider Feuer: da ließen sie die Unglückliche