Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
87
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nach welchem ich verlangte. Ich hatte jede Hoffnungverloren, Caderouffe war nicht festgenommen worden. Inder nächsten Sitzung sollte ich gerichtet werden, als am8. September, das heißt drei Monate und fünf Tage nachdem Vorfall, der Abbs Busoni, auf welchen ich nichtmehr rechnete, sich bei dem Kerkermeister eiufand undsagte, er habe erfahren, ein Gefangener wünsche ihn zusprechen. Er habe in Marseille davon gehört, gab er an,und beeile sich, dem Wunsche zu entspreche».

Sie können sich denken, mit welcher Freude ichihn empfing; ich erzählte ihm das ganze Ereigniß, dessenZeuge ich gewesen, kam aber mit einer gewissen Unruhezu der Geschichte mit dem Diamant; gegen mein Er-warten war sie Punkt für Punkt wahr; ebenfalls gegenmein Erwarten maß er Mein, was ich sagte, Glaubenbei. Ich wurde hingerissen von seinem sanften Wohl-wollen, sah, daß er tiefe Kenntnisse der Sitten meinesLandes besaß, dachte die Verzeihung des einzigen Ver-brechens, das ich begangen, könnte vielleicht von seinenmilden Lippen fließen, und offenbarte ihm unter demSiegel der Beichte das Abenteuer von Autcuil mit al-len seinen einzelnen Umständen. Was ich in einemZuge meines Herzens gcthan, erhielt denselben Erfolg,als wäre es aus Berechnung geschehen; das Geständnißdieses ersten Mordes, welchen ihm zu enthüllen mich nichtszwang, diente ihm zum Beweise, daß ich den zweitennicht begangen hatte, und er verließ mich, indem er michhoffen hieß und mir versprach, er würde Alles thun, wasi» seiner Macht läge, um meine Richter von meiner Un-schuld zu überzeugen.

Den Beweis, daß er sich wirklich mit mir beschäf-tigte, fand ich dgrin, daß meine Haft stufenweise milderwurde, und daß ich erfuhr, man werde, um mich zurichten, die Asfisen abwarten, die auf diejenigen folgten,für welche man sich eben versammelte.

In der Zwischenzeit gestattete es die Vorsehung,daß Caderouffe im Auslande verhaftet und nach Frank-