Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
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Die Carconte folgte dem Juwelier mit gierigemAuge, während ihm Caderousse tm Gcgcnthetl den Rückenzilwandtc und nicht einmal auf seine Seite schaute.

Alle diese einzelnen Umstände, welche seitdem inmeinem Geiste mit der Frische des ersten MomentesPlatz gegriffen haben, fielen mir zur Zeit, wo fie untermeinen Äugen vorgingen, nicht auf; in Allem, waS ge-schah, lag im Ganzen nichts Unnatürliches, und abge-sehen von der Geschichte des DiamentS, welche mir einwenig unwahrscheinlich vorkam, konnte nichts einen Arg-wohn bei mir rege machen.

Von Müdigkeit niedcrgebcngt und entschlossen, dieerste Frist zu benützen, welche der Sturm den Elementengönnen würde, wollte ich ein paar Stunden schlafen undum Mitternacht Weggehen.

Ich hörte im obern Zimmer den Juwelier alle Vor-kehrungen treffen, um die Nacht so behaglich als möglichzuzubringen Bald bemerkte ich an dem Krachen seinesBctteS, daß er sich nicdcrgelcgt hatte.

Ich fühlte, wie sich meine Augen unwillkührlichschlossen, und da ich keinen Verdacht geschöpft hatte,so suchte ich nicht gegen den Schlaf zu kämpfen undwarf nur noch einen Blick in das Innere. Caderoussesaß an einem langen Tische auf einer von den hölzernenBänken, welche in den Dorfwirthshäuscrn die Stühleersetzen; er wandte mir den Rücken zn und ich konntesein Gesicht nicht sehen. Doch auch bei einer entgegen-gesetzte» Lage wäre mir die Sache unmöglich gewesen,insofern er seinen Kopf in seine beiden Hände versenkthielt.

Die Carconte schaute ihn eine Zeit lang an, zucktedie Achseln und setzte sich ihm gegenüber.

In diesem Augenblick ergriff die Flamme einenvon ihr vergessenen Neberrcst von dürrem Holz, und einetwas lebhafterer Schimmer erleuchtete die düstere Stube.Die Carconte schaute ihren Mann starr an, und dadieser stets in derselben Stellung verharrte, sah ich fie