Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
42
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tcrcssc gefesselt und äußerst ausnicrksam auf de» geringstenAuestuß dieses von der Angst gepeinigten Gewissensgemacht hätte;ach! Erecllenz, das Unglück ist ge-schehen."

Mein Herr Bertnccio," cntgegnctc der Graf,icherlaube mir. Ihnen zu bemerken, daß Sic bei Ihrenheftigen Gcbcrden sich die Arme verdrehen und die Au-gen rollen, wie ein Besessener, ans dessen Leib derTeufel nicht Weichen will; ich habe aber stets wahrgc-nommen. daß derjenige Teufel, welcher mit der größtenHartnäckigkeit an seinem Platze zu bleiben trachtet, einGeheimuiß ist. Ich wußte, daß Sie ein Corse sind, ichwußte auch, daß Sic stets düster waren und eine alteVendettageschichte wiedeikauten. und ließ dies in Italienhingchcu. weil dergleichen Dinge dort gäug und gebe sind;in Frankreich aber findet man den Mord im Allgemeinenvon sehr schlechtem Geschmack; eS gibt Gendarmen, diesich damit beschäftigen, Richter, welche vernrthcilcn undrächende Schaffotc."

Bertnccio faltete die Hände, und da er bei Aus-führung 'dieser verschiedenen Evolutionen seine Laternenicht losließ, so beleuchtete das Licht sein verstörtesGesicht.

Monte Christo schaute ihn eine Minute lang mitdemselben Auge an. mit dem er in Nom die Hinrichtungvon Andrea angeschaut hatte. und sprach dann mit einemTone, bei welchem ein neuer Schauer den Leib des armenIntendanten durchlief:

Der Abbö Busoni hat also gelogen, als er mirSie nach seiner Reise durch Frankreich im Jahre 1829mit einem EmpfchluugSbricfe zuschickte worin erIhre kostbaren Eigenschaften hervorhob. Gut. ich werdedem Abbo schreiben, ich werde ihn für seinen Schütz-ling verantwortlich machen und ohne Zweifel erfahren,wie cs sich mit dieser ganzen Mordgcschichtc verhält.Ich mache Sie jedoch darauf aufmerksam. Herr Ber-tuccio, daß ich mich, wenn ich in einem Lande bin, nach