Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
27
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Ich frage Dich nicht über seinen Ursprung, sonder»über seine Person."

Ah! über seine Person, das ist etwas Anderes; ichhabe so viele seltsame Dinge von ihm gesehen, daß ich,wenn ich sagen soll, was ich von ihm denke, Ihnen ant-worte, ich hätte Lust den Grafen als einen von den Men-schen von Byron zu betrachten, denen das Schicksal einenunseligen Stempel anfgcdrückt hat, als einen Manfred,einen Werner, als eines von den Trümmern irgend eineralten Familie, welche, ihres väterlichen Vermögens enterbt,ein neues durch die Kraft ihres abenteuerlichen Geistesfanden, der sie über die Gesetze der Gesellschaft stellte."

Du sagst? . ."

Ich sage, Monte Christo ist eine Insel im mittel-ländischen Meere, ohne Bewohner, ohne Garnison, einSchlupfwinkel für die Schmuggler aller Nationen, für diePiraten aller Länder. Wer weiß, ob diese würdigenGcwcrbsleute ihrem Herrn nicht eine Asylabgabe be-zahlen?"

ES ist möglich," sprach die Gräfin träumerisch.

Doch gleichviel," versetzte der junge Mann,Schmuggler oder nicht, Sie werden zngestehcn, meineMutter, da Sie es selbst gesehen haben, der Herr Grafvon Monte Christo ist ein merkwürdiger Mann und seineErscheinung in den Salons von Paris wird von demglänzendsten Erfolg begleitet sein. Scho» diesen Morgenhat er bei mir seinen Eintritt in die Welt damit begon-nen, daß er sogar Chateau-Ncnaud in das höchste Er-staunen versetzte."

Wie alt kann der Graf sein?" sagte Mercedes,sichtbar ein großes Gewicht ans diese Frage legend.

Fünf und dreißig bis sechs und dreißig Jahre,meine Mutter."

So jung! das ist unmöglich," sprach Mercedes,zugleich das, was ihr Albert geantwortet, und das, wasihr der eigene Gedanke sagte, erwiedernd.