Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
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ich zum ersten Male denjenigen sah, ahne dessen Vcrmiite-lung wir heute in Thräncn und Trauer wären. MeinHerr," fügte die Gräfin mit der Majestät einer Königinvorschreiiend bei,ich verdanke Ihnen das Leben meinesSohnes und segne Sie für diese Wohlthat. ErlaubenSie mir, Ihnen zu sagen, welches Vergnügen cs mir be-reitet, daß Sie mir Gelegenheit verschaffte», Ihnen ausdem Grunde meines Herzens zu danken, wie ich Sie ausdem Grunde meines Herzens gesegnet habe."

Der Graf verbeugte sich abermals, jedoch noch tieferals das erste Mal; er war bleiche» als Mercedes.

Madame," sprach er,der Herr Graf und Sie be-lohnen mich so großmüthig für eine ganz einfache Hand-lung. Einen Menschen retten, dem Vater eine Qualersparen, das empfindliche Herz einer Frau schonen, heißtnicht ein gutes Werk, sondern einen Act dcr Menschlich-keit vollführen."

Auf diese mit außerordentlicher Weichheit und Artig-keit gesprochenen Worte crwicdertc die Gräfin mit gefühl-voller Betonung:

Mein Herr, mein Sohn ist glücklich, Sic scincnFreund nennen zu dürfe», und ich danke Gott, dcr dieDinge so gelenkt hat."

Und Mercedes schlug ihre Augen mit so gränzen-loscr Dankbarkeit zum Himmel auf, daß der Graf Thrä-ucn darin zittern zu sehen glaubte.

Herr von Morccrf näherte sich ihr und sprach:

Madame, ich habe bereits dem Herr» Grafenmeine Entschuldigung darüber ansgcdrückt, daß ich ihnverlassen muß, und bitte Sie, dieselbe zu wiederholen.Die Sitzung beginnt um zwei Uhr, es ist bereits dreiUhr, und ich muß sprechen."

Gehen Sie, mein Herr," entgegnen die Gräfin,ich werde mich bemühen, Ihre Abwesenheit den HerrnGrafen vergessen zu lassen. Herr Graf," fuhr sie sichan Monte Christo wendend fort,werden Sie uns die