„Das ist der richtigste Ausdruck über mich, den ichje gehört habe," sprach der 'Fremde.
„Sie sind Herr Ihrer Zukunft gewesen und habenden Blnmcnpfad gewählt," sprach der Graf von Morcerfmit einem Seufzer.
„Allerdings," crwiederte Monte Christo mit jenemLächeln, das ein Maler nie wicdcrgcben wird und einPhysiolog zu analysiren verzweifeln muß.
„Hätte ich nicht den Herrn Grafen zu ermüden be-fürchtet," sagte der General, offenbar entzückt über dieManieren von Monte Christo, „so würde ich ihn in dieKammer geführt haben; es ist heute eine interessanteSitzung für Jeden, der die Senatoren der Neuzeit nichtkennt."
„Ich würde Ihnen sehr dankbar sein, doch für heutehat man mir mit der Hoffnung, der Frau Gräfin vorgc-stellt zu werden, geschmeichelt, und ich will lieberwarten."
„Ah! hier kommt meine Mutter," rief der Vicomte.
Rasch sich umwcndend, erblickte Monte Christo wirk-lich Fra» von Morcerf auf der Schwelle der Thüre, dergegenüber, durch welche ihr Gatte eingetrctcn war; unbe-weglich und bleich ließ sie, als Monte Christo sich nachihr umwandte, ihren Arm fallen, mit dem sic sich, Gottweiß warum, auf das Simswerk gestützt hatte; sie standhier seit einigen Sekunden und hatte die letzten von demultramontancn Besuche ausgesprochenen Worte gehört.
Dieser erhob sich und machte eine tiefe Verbeugungvor der Gräfin, welche sich stumm und ceremoniös ver-neigte.
„Ei, mein Gott! Madame," fragte der Graf, „washaben Sie denn? sollte Ihnen vielleicht die Hitze in die-sem Salon übel machen?"
„Leiden Sic, meine Mutter?" rief der Vicomte Mer-cedes entgegen eilend.
Sie dankte Beiden mit einem Lächeln und sprach:
„Nein, ich fühle mich einigermaßen erschüttert, als