er iin Schatten der großen Sammetvorhänge verborgenblieb, von aus er in den von Ermüdung und Sorgen zeu-genden Zügen des Grafen eine ganze Geschichte geheimerin jede von den vor der Zeit gekommenen Falten geschrie-bener, Schmerzen lesen konnte.
„Die Frau Gräfin war bei ihrer Toilette, als sie derHerr Vicomte von dem Besuche benachrichtigen ließ, densie zu empfangen die Ehre haben sollte; sie wird herab-kommcn und in zehn Minuten im Salon sein."
„ES ist viel Ehre für mich," erwiederte MonteChristo, „daß ich schon am Tage meiner Ankunft in Parismit einem Manne in Verbindung gebracht werde, dessenVerdienst seinem Rufe gleichkommt, und bei dem dasSchicksal, einmal gerecht, keinen Jrrthum beging; dochhatte eS Ihnen in den Ebenen der Mitidja oder in denGebirgen deö Atlas nicht einen Marschallsstab anzu-bietcns"
„Ich habe den Dienst verlassen, mein Herr," sprachMorccrf ein wenig errvthend. „Unter der Restaurationzum Pair ernannt, wohnte ich dem ersten Feldzüge beiund diente unter dem General Bourmont; ich konnte al-so auf ein Obcrcommand» Anspruch machen, und werweiß, wie sich die Dinge gestaltet hätte», wenn die ältereLinie auf dem Throne geblieben wäre. Aber die Julirc-volution war, wie es scheint, hinreichend glorreich, um sichUndankbarkeit erlauben zu können, sie that dies bei jedemDienste, der sich nicht von der kaiserlichen Periode hcr-schrieb; ich nahm also meinen Abschied, denn wenn manwie ich, seine Epaulettcn auf dem Schlachtfelds gewonnenhat, so versteht man es nicht, auf dem schlüpferigen Bo-den des Salons zu manoeuvrircn; ich habe den Degenniedcrgelegt und mich auf das Feld der Politik geworfen,ich widme mich der Industrie und studirc die nützlichenKünste. Während der zwanzig Jahre, die ich im Dienstegeblieben, hatte ich wohl Lust hiezu, aber eö gebrach miran Zeit."
„Diese Ansichten sind es, welche die Ueberlegenheit