Druckschrift 
11/14 (1846)
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lie, Vicomte?" fragte der GrafAbgesehen von derKenntniß der Hauptstücke des Wappens, welche mir das-selbe zu entziffern gestatten, bin ich sehr unwissendin der Heraldik; ich bin ein Graf ans Zufall, fabricirtdurch Toscana mit Hülfe einer St. StcphanS-Comthurci,wobei ich den hohen Adel hätte entbehren können, wäremir nicht wiederholt worden, wenn man viel reise, sei eseine durchaus nothwendige Sache. Denn man muß am 'Ende etwas am Wagcnschlage haben, und wäre es nur,um nicht von den Douaniers durchsucht zu werden.Entschuldige» Sie mich also, wenn ich eine solche Frage lmache."

Sie ist keines Wegs unbescheiden, mein Herr." !antwortete Morcerf mit der Einfachheit der Neberzeu- !gung,und Sie haben richtig errathen: es ist unser .Wappen, nämlich das des Stammvaters meines VaterS;aber e§ ist, wie Sie sehen, mit einem anderen Wappen,mit dem des Stammvaters meiner Mutter, silbernerThurm im rothen Felde, verbunden; von weiblicher Seitebin ich Spanier, doch das Haus Morcerf ist französisch ^und, wie ich sagen hörte, eines der ältesten im südlichenFrankreich." t

Ja," sprach der Graf,das deuten die gestümmel-tc» Amseln an. Beinahe alle bewaffnete Wallfahrer, I

welche auf die Eroberung des heiligen Landes auSzogen. lwählten als Wappen entweder Kreuze, als Zeichen der ^Sendung, der sie sich geweiht hatten, oder Wandervögel, >als Symbol der langen Reise, welche sie unternehmen ^wollten und auf den -Flügeln des Glaubens zu erfüllenhogten. Einer Ihrer väterlichen Ahnen wird einen von !den Kreuzzügen mitgemacht haben, und nehmen wir nur ian, cs sei der des heiligen Ludwig gewesen, so führt dies !Ihren Adel schon in das dreizehnte Jahrhundert zurück, 'was immerhin sehr hübsch ist."

Das ist möglich," crwiederte Morcerf;irgendwo !in dem Cabinct meines Vaters befindet sich ein Stamm- !bäum, der uns dies sagen wird; ich machte einst Com- ^