vlvill, und ist man mit einer Beweisführung glücklich zu Lude gekommen, soschließt inan mit einem wohlgefälligen: ciuoci srut clemonstrunlluw.
Biele lateinische Wörter lesen wir in abgekürzter Horm, wie ob pontsr),oxcll., iuel. (oxelusivo, inölusivo), üb (äöäit), s. o. chx ollieio), in. p. (manupropriu), blll. (notu bono), N. ldi. (uomsn noseio), p. p. (pruomissis pruomittonäisoder psr^s, por^k), vue. (vuout), V. (viäi oder vorto). Za einige dieser Ab-kürzungen sind zu bloßen Zeichen geworden, die meist nicht mehr verstandenwerden, wie ^ (äonurins), V (libru), L (vt). Häßlicher ist cs, wenn das Lateinische,um mit Gildemeistcr zu reden, „in die eonstruetiven Teile des Satzbaues"eindringt, wie wenn es heißt: „ml 2 ist aus Borschrist snb q, hinzuweisen".W. Genscl macht in seinem vortrefflichen Aufsatze über Sprachliche Anartendeutscher Zuristen (Leipz. Zeitung, wissenschaftliche Beilage vom ^c>. Februar ^885)zu diesen: Satze die Bemerkung, dann könne man auch sagen: „Tr hat cs oxBosheit und euiu Borsatz gcthan", oder „der Bater giebt seine (Einwilligungall Berehelichung seiner Tochter eum ^Aüller nur snb gewissen Bedingungen."
So sehen wir, wie das Lateinische, wenn es auch aufgehört hat Gclehrten-sprache zu sein, doch allenthalben noch in unserer Sprache sichtbare Spuren seinerfrüheren Herrschaft zurückgelassen hat.
Weit mächtiger und tiefer aber wurde der Einfluß des Französischen.Doch trat die Überschwemmung mit französischen Fremdwörtern wesentlich späterein. Das erste Fremdwörterbuch von: Zahre ch:2 enthält fast nur lateinischeAusdrücke, erst gegen Ende des ch. Zahrhunderts beginnt allmählich das Tin-strömen französischer Wörter. Dieses nimmt gewaltig überhand in: Lause desdreißigjährigen Krieges und erreicht etwa in der Alitte des ^8. Zahrhundertsseinen Höhepunkt. Während es noch in: ch. Zahrhundert für ein Zeichen vonGelehrsamkeit galt, wenn ein deutscher Fürst Französisch verstand, wurde in:P. Jahrhundert die Sprache Frankreichs bald ein unentbehrlicher Bestandteilfeinerer Bildung. Deutsche Fürsten reisten nach Paris, um dort französischeSprache und Sitte zu lernen; ihren: Beispiele folgten die vornehmen Stände.Bald waren diese Bildungsreisen in allgemeinem Gebrauche. And alle, diezurückkehrtcn, wurden Apostel des abgöttisch verehrten Welschtums. SchonGrimmelshausen spricht sich in seinen: Deutschen Anchel (ch^I) erbittert überdiese Aarrheit der Deutschen aus: „Tin solcher halbgebachener Sprach-Hanskommet so dann hernach Hein: und meinet wunder, was für ein Tavalier undresonable Person er seye, weil er Frantzösisch (vielleicht auch liederlich genug)könne oder wohl gar seine Kunst aus Frankreich selbst geholet. Thür undThor solle man alsdann gleich ausmachen und den Narren durchstolzen lassen."Ähnlich klagt die Newe außgcputzte Sprach-posaune (ch^8), cs sei eine wahreSchande, „jeder, der sich Z Thaler kann berühmen", wolle nach Frankreichreisen, und „wann ein Deutscher ein viertel Zahr in Frankreich gegucket", müsseer französische Brocken mit einmengen. — An den Fürstenhösen gehörte es baldzun: guten Ton französisch zu sprechen. An den: Hose des Großen Kurfürsten,dessen deutscher Sinn nicht zu bezweifeln ist, der überdies Alitglied der Frucht-