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anderen ganz umfaßt ist. Der kleinere umschlossene Ureis ist hier der Regelnach das Fremdwort; es bezeichnet innerhalb des weiteren Gattungsbegriffseine besondere Unterart oder „5pecification." Gine in dieser Allgemeinheit ganzunhaltbare Behauptung, welcher Rümelin bereits aus der nächsten Seite wider-spricht, wo er nur behauptet, daß säst alle Fremdwörter in diesem Verhältnissezu ihrem deutschen Gegenstücke stehen, während er hier ein unbedachtes stetshinwirst. Aber auch so kann inan ihm nicht beistimmen. Daß die beiden Areiseauch zusammensallcn können, haben wir soeben gesehen. Daß das deutscheWort oft bestimmter ist als das Fremdwort, kann man aus Rümelins eigenenWorten folgern. Für „Gattungsbegriff" oder „Gattungswort" sagt er 5. ZO„Genuswort". Gattungswort ist also der vergleichbare Ausdruck für Genus-wort. Offenbar ist aber das deutsche Wort bestimmter als das fremde: dennGenuswort kam: auch „Geschlechtswort" bedeuten. Und wenn wir Architekturund Baukunst, Phrase und Redensart, Motiv und Beweggrund vergleichen, soist jedesmal der deutsche Ausdruck enger als der fremde, denn „Architektur" be-zeichnet auch die Bauweise, Bauform; „Phrasen" giebt es auch in der Musik;das Motiv ist nicht nur Beweggrund, sondern auch Borwurf, Gegenstand bild-licher Darstellung. Rümelin macht sich freilich die Beweisführung sehr leicht.Gr nimmt das Wort Vermutung und erzählt uns (5.2c)), daß innerhalb desweiten Rahmens dieses deutschen Wortes nicht weniger als fünf Fremdwörterliegen, nämlich Hypothese, Lonjectur, Präsumtion, Prognose undPostulat, wer will nun, so schließt er, für all dies kurze deutsche Ausdrückefinden oder solche Unterscheidung überhaupt für entbehrlich erklären, da die„Vermutung" sie ja alle ersetze? „Das Unterscheiden verbieten heißt das Denkenselbst untersagen." Aber wie in aller Welt kommt Rümelin aus den Gedanken,daß die 5prachreiniger für alle diese Fremdwörter nur das eine Wort Ver-mutung einsetzen wollen? Gr brauchte nur ein Vcrdeutschungswörterbuch auf-zuschlagen, um sich zu überzeugen, wie grundlos diese Unterstellung ist. Ich be-greife überhaupt nicht, wie Prognose und Postulat in dem Rahmen desWortes Vermutung liegen sollen. Rein Fremdwörterbuch, kein Verdeutsch-ungswörterbuch enthält diese Bedeutung. Gs ist auch gar nicht denkbar,daß jemand, der einigermaßen den 5prachgebrauch kennt, diese Wörter soübersetzen könnte.
Rümelin macht sich in der That die Bekämpfung seiner Gegner sehr leicht.Gr schiebt ihnen Behauptungen unter, die sie gar nicht ausgestellt haben undfällt dann mit großer Gntrüstung über diesen Unverstand her. „Das gewöhn-liche Verfahren der Verdeutschungseiserer," so sagt er 5. 50, „ist, daß sie unsentweder zumuten, mit dem Genuswort vorlieb zu nehmen und aus die Unterscheidungder Unterart Verzicht zu leisten oder bei sich schneidenden Ureisen das demFremdwort Eigentümliche unbeachtet zu lassen. Wir sollen statt Project oderProspect nur Plan, statt Qualität Beschaffenheit, statt Trottoir Fußwegsagen, wie wenn jeder Fußweg ein Trottoir wäre und nicht bloß der neben