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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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dieser Flügel: Michael de Darentiaco cap . . . us has sex vitriarias . . . anno . . .1358 hat ein sehr reicher Kapellan von Saint Ferreol, Namens Michel Darancy einTestament für die Kirche gemacht.

Vereinzelt sieht man F a rb e n s t ü c k c h e n in die Kunstverglasungeneingeschoben, so in Arbeiten des 13. Jahrhunderts zu Salisbury 1 );deutsche Beispiele bringen Schäfer und Rosstäuscher. Reich-lichere Anwendung farbiger Gläser zeigen einige Fenster der St. Viktors-kirche zu Xanten 2 ).

In vielfarbig musivischer Technik sind die Oberfenster desKölner Domchors ausgeführt; die Blankverglasung wird mit blau-rothen, roth-gelben, blau-gelben Masswerkformen durchzogen, oder derGrund der hellen Bänder zeigt Farben von tiefer Sättigung 3 ).

An dieser Stelle mag ferner der vielfarbig gemusterte Hinter-grund des St. Mauritius-Fensters im Germanischen Museum zu Nürn-berg kurze Erwähnung finden 4 ).

In den Spitzen einiger Fenster von St. Peter und Paul zu Weissen-burg i. E. stehen buntfarbige Verglasungen, deren farbige Theile leichtmit Schwarzloth übertont zu sein scheinen, eine wenig nachahmenswertheForm des Fensterschmuckes. Reste ähnlicher Arbeit, allerdings nichtgenau erkennbar, scheinen sich in der Rose des Westchores im Dom zuWorms erhalten zu haben.

Weitere Beispiele werden uns bei der Aufzählung der Denkmälerbegegnen.

Einfluss des Cistercienser-Ordens auf die Glasmalerei.

Blankverglasungen und Grisaillen fanden im 12. Jahrhundertschnelle Verbreitung durch die Cistercienser. Der h. Bernhard vonClairvaux hatte gegen jede Art von Pracht und Luxus in den Ordens-häusern, Betsälen und Kirchen der Cistercienser ein strenges Verboterlassen. Er wollte das Wesen und die Werke des Ordens mit seinenWorten und Lehren, mit dem Gelübde der Armuth, in Einklang wissen.Einfach war die Musik und der Gesang, einfach in Stoff und Ausstattungdas Messgewand, einfach der ganze Bau des Gotteshauses. Nicht etwa ausgrundsätzlicher Missachtung der Kunst sollte deren Ausübung einge-schränkt werden, sondern in der wohlmeinenden Absicht, unheilvollenEinfluss derselben zu verhüten. Der strenge Abt wollte aus dem Gesichts-feld der frommen Mönche jeden Gegenstand verbannt wissen, der den

*) Abbild, bei Winston, Art of Glass-painting. PI. IV; Westlake I, 141.

2 ) Zeitschrift für christl. Kunst. Jahrg. V, S. 26.

3 ) Schmitz, Der Dom zu Köln. Nach diesem Abbildungen an mehrernStellen. Vgl. auchOrgan VII, 260 u. f.

4 ) Katalog der Glasgemälde 1884, Taf. III.

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