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Vorwort
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Das vorliegende Buch ist die Frucht mehrjähriger, ursprünglichnur zur eigenen Belehrung des Verfassers bestimmter Thätigkeit. Wenneinerseits die während der langjährigen Führung der Linnicher Glas-malerei-Werkstätte gesammelten fachmännischen Erfahrungen bei derBehandlung des Stoffes sowie bei der Beurtheilung der alten Denkmälervon erheblichem Nutzen waren, so liess andererseits die Leitung derAnstalt dem Verfasser nicht hinreichend Zeit, alle Glasgemälde mit der-gleichen, eingehenden Genauigkeit zu behandeln.
Jede Ergänzung etwaiger Lücken, die nicht ausbleiben konnten,jede Berichtigung von Irrthümern, die bei der Fülle und bei der theil-weisen Entlegenheit der bezüglichen Denkmäler nicht zu vermeidenwaren, wird willkommen sein und im folgenden Bande berücksichtigtwerden. Bei dem grossen Mangel sicherer Unterlagen musste zurErforschung des überaus reichen Materials manche umständliche Reiseunternommen, eine Fluth schriftlicher Anfragen erlassen, sowie ein aus-gedehnter Briefwechsel unterhalten werden. Trotz der durch Raum undZeit gebotenen Einschränkung wuchs der Stoff unter der Arbeit, so dassdie Vertheilung auf zwei Bände nicht zu umgehen war. Künstlerisch-ästhetische Betrachtungen über die einzelnen Werke müssen besonderenMonographien überlassen bleiben. Das Buch soll lediglich ein, wenigstensfür Deutschland, zuverlässiger Wegweiser auf diesem so lange vernach-lässigten Gebiete sein und damit in der Kunstgeschichte eine vondem Verfasser bei seiner eigenen Ausbildung tief empfundene Lückeausfüllen. Denn, obgleich die Glasmalerei der Frühzeit der Wand-und Buchmalerei vollkommen ebenbürtig ist, lässt sich die Vernach-lässigung der erstem in kunstgeschichtlicher Beziehung nicht ver-
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