,,Quae cum saepe relegeris et tenaci memoriae commendaveris,hac vicissitudine instruclionis me recompensabis, ut, quotieslabore meo bene usus fueris, ores pro me apud miseri-cordiam Dei omnipotentis, qui seit, me nec humanae laudisamore, nec temporalis praemii cupiditate, quae digestasunt, conscripsisse, aut invidiae livore pretiosum quid autraruin subtraxisse, seu mihi peculiariter reservatum conticuisse,sed in augmentum honoris et gloriae noininisejus multorum necessitatibus succurisse et profectibus con-suluisse.“
Theoph. presbyt. lib. I. praefatio.
Deutsche Glasmaler der Frühperiode.
darf uns nicht sonderlich wundern, dass verhältnissmässig wenigeNamen alter Meister der Frühzeit auf uns gekommen sind. Die
w J Künstler des frühen Mittelalters, meist fromme Mönche, begnügtensich in ihrer gottesfürchtigen Demuth, in ihrer unvergleichlichen Be-scheidenheit mit dem erhebenden Bewusstsein, ein gottgefälliges Werkvollbracht zu haben ; der himmlische Lohn war ihr höchstes Ziel. Dieserfreiwillige Verzicht auf weltlichen Ruhm wurde durch strenge Vor-schriften, welche etwa aufsteigende Eitelkeit im Keime erstickten, wirksamunterstützt ‘).
Neben den Mönchen arbeiteten in den Klöstern die zahlreichenConversen, Brüder, welche zu den Klöstern im Verhältniss der Hörigkeitstanden, ausserdem bereits sehr früh weltliche Handwerker, die gegenVerpflegung und Vergütung den Mönchen ihre Dienste darboten * 2 ).Balderich und Ragenulf, die Glaser, waren verheirathet. Die
x ) In Kap. 57 der Benediktinerregel erbalten die kunstfertigen Söhne des heil.Benedikt folgende Mahnung: Quod si aliquis ex eis extollitur pro scientia artis suae,eo quod videatur aliquid conferre monasterio, hie talis evellatur ab ipsa arte, et denuoper eam non transeat, nisi forte humiliato ei iterum abbas jubeat.
2 ) Vergl. oben, Seite 186, Salem.
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