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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Heraclius und Theophilus.

}jr\ wei merkwürdige, auch die Glasmalerei behandelnde Handschriften2 %ß* sind uns aus dem frühen Mittelalter erhalten geblieben,Hera-clius, de coloribus et artibus Rom an o rumweniger vontechnischem, als von kulturhistorischem Interesse, und des MönchesTheophilus:Schedula diversarum artium.

Heraclius.

Schon Lessing kannte den Titel des Manuskriptes aus demCatalogus Codicum Manuscriptorum Bibi. Reg. Paris 1744. Die jetztim British Museum befindliche Handschrift wurde von R. E. Raspe inder Bibliothek des Trinity-College zu Cambridge entdeckt und in seinemBucheA critical essay on oil-paintingetc. London 1781 veröffentlicht.Der Pergament-Kodex stammt aus der letzten Hälfte des XIII. Jahr-hunderts.

Ein zweites Manuskript aus dem Jalire 1431 enthält die .Sammlung des Teanle Begue zu Paris * 2 ).

Die dritte Handschrift befindet sich in der Bibliothek zu Valenciennes, enthältjedoch bloss die Verse. Einzelne Kapitel sind anderwärts abgedruckt. Obschon derTitel des Raspeschen Manuskriptes Gratsius de artibus Romanorum, nicht Heraclius,lautet, behielt Raspe doch den Namen Heraclius bei, da, wie Prof. Hagen 3 ) mit Rechtin seiner Einleitung zum Anonymus Bernensis betont, das Wort GRATS 1 VS lediglicheine handschriftliche Verderbniss aus der allein denkbaren Form ERAIvLIVS ist.

Ilg hält den Heraclius in seiner jetzigen Gestalt für ein Sammel-werk; die ersten zwei Bücher setzt er in Uebereinstimmung mit Emeric-

') Herausgegeben von Albert Ilg, Wien 1873. Wilh. Braumüller.

2 ) Uebersetzt von Mrs. Merrifield, a. a. O. Seite 166 u. f.

3 ) Theophilus presbyter schedula diversarium artium von Alb. Ilg, AnonymusBernensis von Prof. Dr. Hermann Hagen, Wien 1874. Wilh. Braumüller, Seite 380.