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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
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Erste Nachrichten über dasVorkommen von Glasmalereien.

i j]f|| ach der bislierigen, wenigstens gewöhnlich verbreiteten Annahme7 S/S gesellte sich erst gegen Ende des ersten Jahrtausends zur Mosaik -glaserei die eigentliche Glasmalerei oder, richtiger gesagt, entwickeltesich diese aus jener altern Kunst. Ueber den Zeitpunkt ihres frühestenAuftretens gehen die Meinungen weit auseinander.

Mehrere Schriftsteller und Archäologen setzen die Erfindung in dasii. Jahrhundert, andere in noch frühere Zeit, Gessert, Sepp, Sighartu. a. in das Jahr 1000. Der Engländer Brown behauptet glattweg inseiner Geschichte der Kathedrale von York, unsere Kunst sei im io.Jahrhundert von Konstantinopel herübergebracht worden; er versäumtes jedoch, hierfür den geringsten Anhaltspunkt, geschweige denn einenBeweis anzugeben. Ltibke, Nordhoff, Rahn u. a. nehmen das9. Jahrhundert an. E me ric-Davi d (Seite 79, Anm.) setzt die Er-findung der durchsichtigen Glasmosaiken unter die Regierung desTheodosius (379395) und der Glasmalerei in das 9. Jahrhundert, alsoin die Zeit Karls des Kahlen. Didron ist in seinen Annalen (XXIII,S. 53) der Ueberzeugung, dass die Glasmalerei gleichzeitig mit denandern Künsten unter dem Einfluss, den Karl der Grosse auf die Ver-breitung von Kunst und Wissenschaft ausgeübt habe, zur Entwickelunggekommen sei. Derselben Meinung scheint Emeric-David an andererStelle zu sein, denn er spricht (S. 131) von Glasfenstern, welche nebenden Mosaiken, Gemälden und Bronzen in Kirchen, Palästen und ThermenAachens ausgeführt wurden. Jedoch auch dieser Behauptung fehlt derBeweis; wäre diese Vermuthung richtig, so wäre anzunehmen, dassSchriftsteller jener Zeit darüber berichtet haben würden. Auffallender

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