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2. Theil, Die Geschichte der Glasmalerei Bd. 1 (1898) Die Frühzeit bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Die Entwickelung und äussereEintheilung der Fensteröffnungen.

wj^ ev °r wir an unsere eigentliche Aufgabe herantreten, dürfte es zweck-massig sein, in groben Zügen die Gestaltung und die Entwickelungder für den Einlass des Tachtes bestimmten Maueröffnungen zu be-trachten, wobei wir im übrigen auf die grossem Werke über die Bau-kunst verweisen 1 ). Die Anordnung und Vertheilung der Fenster imBaue selbst bleibt, als nicht hierher gehörig, unberücksichtigt.

Während die Maueröffnungen der ersten Frühzeit noch ziemlichgross und mit rechtwinkeliger Laibung versehen waren, finden wir vom8. Jahrhundert an die Grössenverhältnisse der alten Fenster bedeutendverringert. Diese Einschränkung der Lichtweite hatte vornehmlich denZweck, dem Sturm und dem Unwetter nicht zu viel Spielraum zu lassen,dann aber war sie auch bei niedrig gelegenen Oeffnungen aus Sicher-heitsrücksichten geboten. Die Fenster waren meist überwölbt und zwarin Deutschland bis in das 13. Jahrhundert hinein mit Rundbogen ; recht-winkelig abgeschlossene Fenster wurden nur selten, meist an den Holz-kirchen angebracht. Ein mässig weiter Lichteinlass genügte in jenerZeit, um für die des Lesens durchweg unkundigen Gläubigen demInnenraum der Gotteshäuser das für die Theilnahme am Gottesdiensteerforderliche Licht zu spenden; ausserdem kam auf solche Weise dieinnere künstliche Beleuchtung der Kirche besser zur Geltung. Vondiesem Gesichtspunkte aus schildert Schadaeus in seinem SummumArgentoratensium templum die alten Kirchen : sie waren gar finster undhatten nur ein Fenster, damit ein jedes sein Gebet ohn Hinderniss undanderer Leut Aufsehens verrichten konnte.

') Vergl. u. a. E. V i o 1 1 e t -1 e - 1 > u c , Dictionnaire raisonne de larchitec-ture frangaise. Paris 1875 P>. V. S. 365; Artikeltenetre.

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