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Die Malerei, ein unentbehrlicherSesfandfheil der Baukunst.
HHf.chon im Alterthum bei den Indiern, Aegyptern, Griechen und bei/füß den übrigen Kulturvölkern war die reiche Ausstattung der Tempelund Gotteshäuser allgemein üblich. „Domine dilexi decorem domustuae: et locum habitationis gloriae tuae!“ singt der königliche Prophetim 25. Psalm: „O Herr, ich habe die Zierde Deines Hauses geliebt undden Ort, wo Deine Herrlichkeit wohnt.“ Die Pracht des SalomonischenTempels in Jerusalem war weltberühmt. Bewundernd stehen wir heutevor den gewaltigen Trümmern altindischer, ägyptischer, griechischer undrömischer Kultusstätten. Insbesondere war die Malerei ein unzertrenn-licher Bestandtheil, ein unentbehrliches Hiilfsmittel bei der Ausschmückungder Tempel und der öffentlichen Gebäude. Die Architektur, die Mutterund Lehrerin der schönen Künste, kann die Malerei als Hauptschmuck-mittel für ihre Bauwerke nicht wohl entbehren. Zahlreiche Ueberresteaus heidnischen und altchristlichen Zeiten legen hierfür deutlichesZeugniss ab.
Nicht nur aus diesem rein äussern Grunde nahm der christlicheKirchenbau in seinen frühesten Anfängen die schönen Künste in seinenDienst zum Schmuck und zur Zierde des Gotteshauses; das Christenthumstellte im Gegensatz zum Heidenthum der Malerei und der Skulptureine weitere Aufgabe. Die Bildwerke sollten zugleich zur Unterweisungund Erbauung der Gläubigen dienen. „Xistus episcopus plebi Dei.“„Der Bischof Xistus dem Volke Gottes,“ diese bezeichnende Widmungliess Papst Sixtus III. im Jahre 433 unter die Mosaiken von MariaMaggiore in Rom setzen. Die Erklärung für diese Worte geben unsder heil. Paulinus von Nola (um 410 — 433) und Gregor derGrosse (y 604), wenn sie wiederholt von der belehrenden und er-
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