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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
Entstehung
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Cap. 14.

und Schlußiiemerkimgen.

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worden sind, daß die Nervenkraft leicht in gewohnten Canälen sichforthowegt, sind sie durch frühere wiederholte Äußerungen des Willensbestimmt worden. Die Wirkungen, welche eine indirecte Folge diesesletztem Einflusses sind, werden häufig in einer complicirten Art durchdie Kraft, der Gewohnheit und Association mit denen combinirt, welchedas directe .Resultat der Reizung des Gehirn-Rückenmark-Nervensystemssind. Dies scheint bei der vermehrten Herzthätigkeit unter dem Ein-hnsse einer jeden starken Seelenerregung der Fall zu sein. Wenn einThier sein Haar aufrichtet, eine drohende Stellung annimmt undwiithende Laute ausstößt, um einen Feind in Schrecken und Furchtzu versetzen, so sehen wir eine merkwürdige Combination von solchenBewegungen, welche ursprünglich willkürlich waren, mit anderen un-willkürlichen. Es ist indessen möglich, daß selbst streng genommenunwillkürliche Acte, wie das Aufrichten der Haare, durch diemysteriöse Gewalt dos Willens afficirt worden sein dürften.

Manche ausdruckgebende Bewegungen können in Associationmit gewissen Seelenzuständen spontan entstanden, wie die eigen-thümlichen kleinen Züge, die erst vor Kurzem noch erwähnt wurden,und später vererbt worden sein. Ich kenne aber keine thatsächlichenBelege, welche diese Ansicht wahrscheinlich machen.

Das Vermögen der Mittheilnng zwischen den Gliedern eines unddesselben Stammes mittelst der Sprache ist in Bezug auf die Ent-wicklung des Menschen von der allerobersten Bedeutung gewesen;und die Gewalt der Sprache wird durch die einen Ausdruck verleihen-den Bewegungen des Gesichts und Körpers bedeutend unterstützt.Wir bemerken dies sofort, wenn wir uns über irgend einen wichtigenGegenstand mit einer Person unterhalten, deren Gesicht verhüllt ist.Nichtsdestoweniger bestehen, soweit ich es nachzuweisen im Standebin, keine Gründe für die Annahme, daß irgend ein Muskel aus-schließlich zum Zwecke des Ausdrucks entwickelt oder auch nurmodificirt worden wäre. Die Stimmorgane und die andern lauterzeugen-den Werkzeuge, durch welche verschiedene ausdrucksvolle Geräuschehervorgebracht werden, scheinen eine theilweise Ausnahme zu bilden;ich habe aber an einem andern Orte zu zeigen versucht, daß dieseOrgane anfangs zu sexuellen Zwecken entwickelt wurden, damit daseine Geschlecht das andere rufen oder bezaubern könne. Ich kannauch keine Gründe für die Annahme ausfindig machen, daß irgendeine vererbte Bewegung, welche jetzt als ein Mittel des Ausdrucksdient, ursprünglich willkürlich und bewußt zur Erreichung diesesspeciellen Zweckes ausgeführt worden wäre. wie einige der Geber-