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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
Entstehung
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Siebentes Capitel.

Gedrücktsein, Sorge, Kummer, Niedergeschlagenheit, Verzweiflung.

Allgemeine Wirkung des Kummers auf den Körper. Schräge Stellung derAugenbrauen im Leiden. Über die Ursache der schrägen Stellung derAugenbrauen. Über das Herabdrücken der Mundwinkel.

Wenn der Geist unter einem heftigen Anfalle von Gram gelittenhat und die Ursache hält noch immer an, so verfallen wir in einenZustand der Niedergeschlagenheit; oder wir können uns auch im äußer-sten Grade verloren und niedergedrückt fühlen. Lange anhaltenderkörperlicher Schmerz führt, wenn er nicht geradezu äußerste Seelen-angst veranlaßt, allgemein zu demselben Seelenzustande. Wenn wirin der Erwartung eines Leidens sind, so sind wir in Angst; wennwir keine Hoffnung auf Erlösung haben, so verzweifeln wir.

Personen, welche an excessivem Kummer oder Gram leiden,suchen sich häufig durch heftige und beinahe wahnsinnige BewegungenErleichterung zu verschaffen, wie in einem früheren Capitel beschriebenwurde; wird aber ihr Leiden in etwas gemildert, dauert es aber nochfort, so haben sie keinen Wunsch mehr nach Thätigkeit, sondernbleiben bewegungslos und passiv oder schwanken gelegentlich hin undher. Die Circulation wird träge, das Gesicht bleich; die Muskelnwerden schlaff, die Augenlider matt; der Kopf hängt auf die zusammen-gezogene Brust herab; die Lippen, Wangen und der Unterkiefer sinkenalle unter ihrem eigenen Gewichte herab. Es sind daher die ganzenGesichtszüge verlängert, und von einer Person, welche eine schlimmeNachricht hört, sagt man, daß sie ein langes Gesicht mache. EineGesellschaft Eingeborner im Feuerlande versuchte uns zu erklären,daß ihr Freund, der Capitän eines Segelschiffes, niedergeschlagen sei;und zwar thaten sie dies dadurch, daß sie ihre Backen mit beidenHänden herabzogen, um ihr Gesicht so lang wie möglich erscheinenzu machen. Mr. Büntstet theilt mir mit, daß die Eingebornen von