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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
Entstehung
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Erstes Capitel.

Allgemeine Principien des Ausdrucks.

Angabe der drei hauptsächlichsten Principien. Das erste Princip: ZweckmäßigeHandlungen werden gewohnheitsgemäß mit gewissen Seelenzuständen associirtund werden ausgeführt, mögen sie in jedem besonderen Palle von Nutzen seinoder nicht. Die Macht der Gewohnheit. Vererbung. Associirte ge-wohnheitsgemäße Bewegungen bei dem Menschen. Reflexthätigkeiten.Übergang der Gewohnheiten in Reflexthätigkeiten. Associirte gewohnheits-gemäße Bewegungen bei den niederen Thieren. Schlußbemerkungen.

Ich will damit beginnen, die drei Principien oder Gesetze dar-znlegen, welche mir die meisten Ausdrucksformen und Geberden zuerklären scheinen, die von dem Menschen und den niederen Thierenunter dem Einflüsse verschiedener Seelenbewegungen und Gefühle un-willkürlich gebraucht werden 1 . Ich bin indessen auf diese drei Prin-cipien erst am Schlüsse meiner Beobachtungen gekommen. Sie werdenin dem vorliegenden und in den zwei folgenden Capiteln in einerallgemeinen Art und Weise besprochen werden. Sowohl bei demMenschen als bei den niederen Thieren beobachtete Thatsachen werdenhier benutzt werden; doch sind die letzteren Thatsachen vorzuziehen,da sie weniger geneigt sind, uns zu täuschen. Im vierten und fünftenCapitel will ich die speciellen Ausdruckserscheinungen bei einigen derniederen Thiere beschreiben und in den folgenden Capiteln diejenigenbeim Menschen. Jeder Leser wird dann hierdurch in den Stand ge-setzt sein, für sich selbst zu beurtheilen, wie weit meine drei Prin-cipien auf die Theorie des vorliegenden Gegenstandes Licht werfen.Mir scheinen auf diese Weise so viele Ausdrucksweisen in einer ziem-lich befriedigenden Art erklärt zu werden, daß wahrscheinlich sämmt-

1 Mr. Herbert Spencer hat (Essays, Seeond Series, 1863, p. 138) einedeutliche Trennungslinie zwischen Seelenerregungen (Emotionen) und Empfindungen(Sensationen) gezogen, wovon die letzterenin unserem Körpergerüst erzeugt wer-den. Beides, Erregungen und Empfindungen, classiflcirt er als Gefühle.