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Viertes Capitel.
Mittel des Ausdrucks bei Thieren,
Äußerung von Lauten. — Stimmlaute. — Auf andere Art hervorgebrachtc Laute.— Aufrichten der Hautanhänge, der Haare, Federn u. s. vv., hei den Seelen-erregungen des Zorns und Schreckens. — Das Zurückziehen der Ohren als eineVorbereitung zum Kämpfen und als ein Ausdruck des Zorns. — Aufrichtender Ohren und Emporheben des Kopfes ein Zeichen der Aufmerksamkeit.
ln diesem und dem folgenden Capitel will ich, aber nur in soweit hinreichendem Detail wie zur Erläuterung meines Gegenstandesnöthig ist, die Bewegungen des Ausdruckes bei einigen wenigen all-gemein bekannten Thieren in verschiedenen Seelenzuständen beschrei-ben. Ehe ich aber dieselbe in gehöriger Aufeinanderfolge betrachte,wird es viel nutzlose Wiederholung ersparen, wenn ich gewisse, denmeisten von ihnen gemeinsame Ausdrucksmittul erörtere.
Das Äußern von Lauten. —Bei vielen Arten von Thieren,den Menschen mit eingeschlossen, sind die Stimmorgane im höchstenGrade wirksame Mittel des Ausdrucks. Wir haben im letzten Ca-pitel gesehen, daß, wenn das Sensorium stärk erregt wird, die Mus-keln des Körpers allgemein in heftige Bewegung versetzt werden;als Folge hiervon werden laute Töne ausgestoßen, wie schweigsamauch das Thier im Allgemeinen sein mag und obschon die Lautevon keinem Nutzen sind. Hasen und Kaninchen gebrauchen z. B.,wie ich glaube, ihre Stimmorgane niemals, ausgenommen im Zustandedes äußersten Leidens; so wenn ein verwundeter Hase vom Jägergetödtet, oder wenn ein junges Kaninchen von einem Wiesel gefangenwird. Binder und Pferde ertragen große Schmerzen schweigend;ist aber der Schmerz excessiv und besonders wenn er mit Schreckenverbunden ist, dann stoßen sie fürchterliche Laute aus. Ich habein den Pampas häutig in großen Entfernungen das Gebrüll der Rinderim Todeskampfe unterschieden, wenn sie mit dem Lasso gefangen