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Ausdruck der Furcht.
Cap. 12.
der Hand auf den Mund in Bezug auf die Manda-Indianer und andereIndianerstämme.
Bewunderung. — Hierüber braucht nur wenig gesagt zuwerden. Bewunderung besteht allem Anscheine nach aus Überraschungin Begleitung von etwas Vergnügen und einem Gefühle der Zustim-mung. Wird sie lebhaft empfunden, so werden die Augen geöffnetund die Augenbrauen erhoben. Das Auge wird strahlend, anstattausdruckslos zu bleiben, wie beim einfachen Erstaunen; und der Mundverbreitert sich zu einem Lächeln, statt weit offen zu stehen.
Furcht, Schrecken. •— Das Wort „Furcht“ (und das eng-lische fear) scheint von dem abgeleitet zu sein, was plötzlich undgefährlich ist 15 , und das Wort terror (lateinisch und englisch,deutsch Schrecken) von dem Zittern der Stimmorgane und des Körpers.Ich gebrauche das Wort „terror“ für die äußerste Furcht; mancheSchriftsteller sind aber der Meinung, daß es auf Fälle beschränktwerden sollte, bei denen ganz besonders die Einbildungskraft in Be-tracht komme. Der Furcht geht häufig ein Erstaunen voraus; undin so weit ist sie dem letzteren verwandt, daß beide dazu führen,die Sinne des Gesichts und des Gehörs augenblicklich anzuspannen.In beiden Fällen werden die Augen und der Mund weit geöffnet unddie Augenbrauen erhoben. Der zum Fürchten gebrachte Mensch stehtanfangs bewegungslos wie eine Statue und athemlos da oder drücktsich nieder, als wollte er instinctiv der Entdeckung entgehen.
Das Herz zieht sich schnell und heftig zusammen, so daß esgegen die Rippen schlägt oder anstößt; es ist aber sehr zweifelhaft,ob es dann wirksamer als gewöhnlich arbeitet, so daß eine größereMenge Blutes allen Körpertlieilen zugeführt wird; denn die Hautwird augenblicklich bleich, wie bei einer beginnenden Ohnmacht.Dieses Bleichsein der Oberfläche ist indessen wahrscheinlich zumgroßen Theile oder ausschließlich eine Folge davon, daß das Nerven-centrum, von dem aus die Gefäßnerven beeinflußt werden, in einersolchen Weise afficirt wird, daß es die Zusammenziehung der kleinenArterien der Haut verursacht. Daß die Haut unter dem Gefühle
15 H. Wedgwood, Diction. of English Etymology, Vol. II, 1862, p. 35;s. auch Gratiolet (De la Pliysionomie, p. 135) über die Quellen solcher Worte,wie terror, horror, rigidus, frigidus etc. [Über Furcht und fear s. dagegen Grimm’sWörterbuch, Bd. 4, Sp. 683, wonach beide die innerlich „aufwühlende“ Erregungausdrücken.]