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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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ap. 11.

Zucken mit den Schultern.

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seinen Schultern zuckte, als ihm mitgetheilt wurde, daß eine PartieReisende Deutsche wären und nicht Americaner, womit er ausdrückenwollte, daß er nichts mit ihnen zu thun haben wollte. Bei mürri-schen und trotzköpfigen Kindern kann man sehen, wie sie ihre beidenSchultern hoch emporhohen. Diese Bewegung wird aber nicht vonandern begleitet, welche allgemein ein echtes Schulterzucken be-gleiten., Ein ausgezeichneter Beobachter 16 sagt, als er einen jungenMann beschreibt, welcher entschlossen war, dem Wunsche seinesVaters nicht nachzugehen:er steckte seine Hände tief in die Tascheund zog die Schultern bis an die Ohren in die Höhe; dies war eindeutliches Zeichen dafür, daß, mag es recht oder unrecht sein,dieser Fels aus seiner festen Stellung nur dann fortbewegt würde,sobald es Jack wollte, und daß irgend welche Vorstellung über dieSache vollständig vergebens sei. Sobald der Sohn seinen Willenerlangt hatte, brachte er seine Schultern in ihre natürliche Lage.

Resignation wird zuweilen dadurch gezeigt, daß die offenenHände eine über der andern auf den untern Theil des Körpersgelegt werden. Ich würde diese kleine Geherde nicht einmal einervorübergehenden Notiz für werth gehalten haben, hätte nicht Dr. W.O&lb gegen mich bemerkt, daß er sie zwei- oder dreimal hei Patien-ten beobachtet habe, welche sich unter der Einwirkung des Chloro-forms auf Operationen vorbereiteten. Sie zeigten keine große Furcht,schienen aber durch diese Stellung der Hände zu erklären, daß siesich nun entschlossen hätten und sich in das Unvermeidliche ergebenwürden.

Wir können nun untersuchen, warum Menschen in allen Theilender Welt, wenn sie fühlen (mögen sie nun dieses Gefühl zu zeigenwünschen oder nicht), daß sie irgend etwas nicht thun können odernicht thun wollen, oder daß sie, wenn etwas von einem Anderngeschieht, nicht widerstehen wollen, mit ihren Schultern zucken, zuderselben Zeit häufig ihre Ellenbogen nach innen biegen, die offenenFlächen ihrer Hände mit ausgespreizten Fingern zeigen, häufig ihrenKopf ein wenig auf die eine Seite werfen, ihre Augenbrauen erhebenund ihren Mund öffnen. Diese Seelenzustände sind entweder einfachpassiv oder zeigen die Entschiedenheit, nicht zu handeln an. Keineder erwähnten Bewegungen sind von dem geringsten Nutzen. DieErklärung liegt, wie ich nicht zweifeln kann, in dem Principe desunbewußten Gegensatzes. Dieses Princip scheint hier so deutlich

ü Mrs. Oliphant, The Brcuviilows, p. 206.