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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Ausdruck der Hiilflosigkeit etc.

Cap. 11.

ins Spiel zu kommen wie in dem Falle mit dem Hunde, welcher,wenn er sich böse fühlt, sich in die gehörige Stellung zum Angriffeversetzt und sich seinem Gegner so fürchterlich erscheinend machtwie möglich, sobald er sich aber zuneigungsvoll gestimmt fühlt,seinen ganzen Körper in eine direct entgegengesetzte Stellung wirft,obgleich das von keinem directen Nutzen für ihn ist.

Man beachte, wie ein indignirter Mensch, welcher empfindlichist und sich einem Unrechte nicht unterwerfen will, seinen Kopf auf-recht trägt, seine Schultern zurückwirft und seine Brust ausdehnt.Er hallt häufig seine Fäuste und bringt einen oder beide Arme indie Höhe zum Angriff oder zur Vertheidigung, wobei die Muskelnseiner Gliedmaßen steif sind. Er runzelt die Stirn, d. h. er ziehtseine Augenbrauen zusammen und senkt sie, und da er entschlossenist, schließt er seinen Mund. Die Handlungen und die Stellungeneines hülflosen Menschen sind in jedem einzelnen dieser Punkte genaudas Umgekehrte. Auf Tafel VI können wir uns vorstellen, daß eineder Figuren auf der linken Seite eben gesagt hat:was wollen Siedamit sagen, daß Sie mich beleidigen? und eine der Figuren aufder rechten Seite würde antworten:ich konnte wahrhaftig nichtanders! Der hülflose Mensch zieht unbewußterweise die Muskelnseiner Stirn zusammen, welche Antagonisten derjenigen sind, welchedas Stirnrunzeln bewirken, und hierdurch hebt er seine Augenbrauenin die Höhe. Zu gleicher Zeit erschlafft er die Muskeln um denMund, so daß der Unterkiefer herabhängt. Der Gegensatz ist injeder Einzelnheit vollständig, nicht bloß in der Bewegung der Ge-sichtszüge, sondern auch in der Stellung der Gliedmaßen und derHaltung des ganzen Körpers, wie in der beistehenden Tafel zu sehenist. Da der hülflose oder sich entschuldigende Mensch häufigwünscht, seinen Seelenzustand zu zeigen, so handelt er dann ineiner auffallenden oder demonstrativen Art und Weise.

In Übereinstimmung mit der Thatsache, daß das feste Ein-stemmen der Ellenbogen und das Ballen der Fäuste Geberden sind,welche durchaus nicht hei Menschen aller Kassen allgemein sind,wenn sie sich indignirt fühlen und vorbereitet sind, ihren Feind an-zugreifen, so scheint es fast, als würde ein hülfloser oder entschul-digender Seelenzustand in vielen Theilen der Erde einfach durchdas Zucken mit den Schultern ausgedrückt, ohne daß die Ellenbogennach innen gedreht und die Hände geöffnet würden. Ein Menschoder ein Kind, welches halsstarrig ist, oder einer, der irgend einemgroßen Unglücke gegenüber resignirt ist, hat in beiden Fällen keine