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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Ausdruck des Stolzes. Hülflosigkeit. Cap. 11.

die Stirn verursacht. Meistens wird dabei der Mund geöffnet. Ichwill hierbei noch erwähnen, um zu zeigen, wie unbewußt die Ge-sichtszüge hier beeinflußt werden, daß, obschon ich häufig absichtlichmit meinen Schultern gezuckt hatte, um zu beobachten, wie sichmeine Arme stellen würden, ich doch durchaus mir dessen nicht be-wußt wurde, daß meine Augenbrauen gehoben und mein Mund ge-öffnet wurde, bis ich mich selbst im Spiegel betrachtete; und seit derZeit habe ich dann dieselben Bewegungen auch auf den Gesichternanderer Leute bemerkt. In den beistehenden Figuren 3 und 4 aufTafel VI hat Mr. Rk.tlandek mit vielem Erfolg die Geberde desZuckens mit den Schultern dargestellt.

Die Engländer sind im Ganzen viel weniger demonstrativ alsdie Menschen der meisten anderen europäischen Nationen es sind,und sie zucken mit ihren Schultern viel weniger häufig und ener-gisch als es Franzosen und Italiener thun. Die Geberde äußert sichin allen möglichen Graden von der complicirten eben beschriebenenBewegung bis zu einem momentanen und kaum bemerkbaren Erhebenbeider Schultern, oder wie ich es bei einer in einem Lehnstuhlesitzenden Dame beobachtet habe, bis zu dem bloßen unbedeutendenSeitwärtswenden der offenen Hände mit ausgespreizten Fingern. Ichhabe niemals gesehen, daß ganz kleine englische Kinder mit ihrenSchultern gezuckt hätten. Doch wurde der folgende Fall sorgfältigvon einem Professor der Medicin und ausgezeichneten Beobachterbeobachtet und mir von ihm mitgetheilt. Der Vater des in Redestehenden Herrn war ein Pariser und seine Mutter eine Schottin.Seine Frau ist nach beiden Seiten von britischer Abkunft und meinBerichterstatter glaubt nicht, daß sie jemals in ihrem Leben mit denSchultern gezuckt hätte. Seine Kinder sind in England erzogenworden, und die Wärterin ist eine Vollblutengländerin, welche manniemals die Schultern hat zucken sehen. Nun wurde beobachtet,daß seine älteste Tochter im Alter zwischen sechzehn und achtzehnMonaten mit ihren Schultern zuckte, wobei zu der Zeit ihre Mutterausrief:Seht die kleine Französin, wie sie mit den Schultern zuckt!Anfangs that sie dies häufig, zuweilen dabei ihren Kopf ein wenignach hinten und auf eine Seite werfend. Soweit aber beobachtetwurde, bewegte sie ihre Ellenbogen und Hände nicht in der gewöhn-lichen Weise. Die Gewohnheit verlor sich allmählich wieder undjetzt, wo sie etwas über vier Jahre alt ist, sieht man nie, daß siesie äußerte. Vom Vater sagt man, daß er zuweilen seine Schulternzuckte, besonders wenn er mit irgend Jemand disputirte. Es ist