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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Ausdruck des Zorns.

Cap. 10.

nyson:Scharfe Athemzüge des Zorns bliesen ihre zauberisch-schönenNasenlöcher auf. Es sind daher derartige Ausdrücke entstandenwieRache schnauben undvor Zorn glühen * * * * * 6 .

Das gereizte Gehirn gibt den Muskeln Kraft und gleichzeitigdem Willen Energie. Der Körper wird gewöhnlich aufrecht gehalten,bereit zu augenblicklichem Handeln, zuweilen aber auch nach vorngebeugt gegen die anstößige Person hin, wobei die Gliedmaßen mehroder weniger steif sind. Der Mund wird gewöhnlich mit Festigkeitgeschlossen, um den festen Entschluß auszudrücken, und die Zähnewerden fest aufeinander geschlossen oder sie knirschen. DerartigeGeberden wie das Erheben der Arme mit geballten Fäusten, als wollteman den Beleidiger schlagen, sind sehr häufig. Wenig Menschen ingroßer Leidenschaft und wenn sie Jemand sagen, daß er fortgehensolle, können dem Triebe widerstehen, derartige Geherden zu machen,als beabsichtigten sie, den andern zu schlagen oder heftig hinwegzu-treiben. Die Begierde, zu schlagen, wird in der That häufig so un-ertägliclr stark, daß unbelebte Gegenstände geschlagen oder auf denBoden geschleudert werden; die Geberden werden aber häufig voll-ständig zwecklos oder wahnsinnig. Junge Kinder wälzen sich, wennsie in heftiger Wuth sind, auf dem Boden, auf dem Bücken oderBauche liegend, schreien, stoßen, kratzen oder beißen alles, was nurin ihr Bereich kommt. Dasselbe ist, wie ich von Mr. Scott höre,bei Hindu-Kindern der Fall und, wie wir gesehen haben, auch beiden Jungen der anthropomorphen Affen.

Das Muskelsystem wird aber auch häufig in einer vollständigverschiedenen Art afficirt. Denn eine häufige Folge äußerster Wuthist das Zittern. Die gelähmten Lippen weigern sich dann, dem Willenzu gehorchenund die Stimme erstickt in der Kehle 7 , oder sie wirdlaut, harsch und unharmonisch. Wird dabei viel und sehr schnell

Weiterung der Nasenlöcher gibt, um nämlich ein freies Athemholen zu gestatten,

während der Mund geschlossen ist und die Zähne fest zusammengebissen sind,

scheint auch nicht nahezu so correct zu sein, wie die von Oh. Bell gegebene,,

welcher dieselbe der Sympathie (d. h. gewohnheitsgemäßen Mitthätigkeit) aller

Respirationsmuskeln zuschreibt. Man kann sehen, wie sich die Nasenlöcher eineszornigen Menschen erweitern, obschon sein Mund offen ist.

6 Mr. Wedgwood, On the Origin of Language, 1866, p. 76. Er be-merkt auch, daß der Laut des harten Athmensdurch die Silben puff, hu ff,whiff dargestellt wird, wonach dann einhuff ein Anfall übler Laune ist,,[im Englischen].

7 Sir Ch. Bell (Anatomy of Expression, p. 95) gibt einige ausgezeichneteBemerkungen über den Ausdruck der Wuth.