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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Cap. 0.

Nachdenken.

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Zwecke ähnlich benutzt wurden. So schließen wir z. B. willkürlichunsere Augen, wenn wir einen Gegenstand nicht zu sehen wünschen,und wir sind sehr geneigt sie zu schließen, wenn wir einen Vor-schlag verwerfen, als wenn wir ihn dann nicht sehen könnten oderwollten, oder auch aus gleichem Grunde, wenn wir an etwas Schauer-liches denken. Wir erheben unsere Augenbrauen, wenn wir schnellAlles rings um uns her zu sehen wünschen, und dasselbe thun wirhäufig, wenn wir ernsthaft wünschen, uns an irgend etwas zuerinnern, gewissermaßen um zu versuchen es zu sehen.

Versunkensein, Nachdenken. Wenn eine Person inGedanken verloren und ihr Geist abwesend ist, oder, wie zuweilengesagt wird,wenn sie in Gedanken hinbrütet, so runzelt sie ihreStirn nicht, aber die Augen erscheinen leer. Die unteren Augen-lider werden meist in die Höhe gezogen und gefaltet, in derselbenWeise wie wenn eine kurzsichtige Person einen entfernten Gegen-stand zu erkennen versucht; gleichzeitig werden auch die oberenAugenkreismuskeln leicht zusammengezogen. Das Palten der unterenAugenlider unter solchen Umständen ist bei einigen Wilden beob-achtet worden, so von Mr. Dysou Lacy bei den Australiern vonQueensland und mehrere Male von Mr. Geach bei den Malayen desInnern von Malacca. Was die Bedeutung oder die Ursache dieserHandlung sein mag, kann für jetzt nicht erklärt werden; es liegtuns aber hier ein anderes Beispiel einer Bewegung rund um dieAugen herum in Beziehung auf den Seelenzustand vor.

Der leere Ausdruck der Augen ist sehr eigenthümlich undzeigt sofort an, wenn ein Mensch vollständig in seinen Gedankenverloren ist. Professor Donders hat mit seiner gewohnten Freund-lichkeit diesen Gegenstand meinetwegen untersucht. Er hat Anderein diesem Zustand beobachtet und ist selbst wieder von ProfessorEugelmauu beobachtet worden. Die Augen werden dann nicht aufirgend einen Gegenstand fixirt, also nicht, wie ich mir vorgestellthatte, auf einen entfernten Gegenstand. Die Sehachsen der beidenAugen werden sogar häufig in geringem Grade divergent; wird derKopf senkrecht gehalten, und ist die Gesichtsebene horizontal, sosteigt die Divergenz im Maximum bis zu einem Winkel von 2 °.Dies wurde ermittelt durch Beobachtung des gekreuzten Doppel-bildes eines entfernten Gegenstandes. Wenn sich der Kopf nachvorn neigt, wie es häufig bei einem in Gedanken absorbirten Men-schen vorkommt, in Folge nämlich der allgemeinen Erschlaffung