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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Ausdruck der Freude.

Cap. 8.

über die Ursache des Lachens bei erwachsenen Personen angestelltworden. Der Gegenstand ist äußerst complicirt. Irgend etwas nichtZusammengehöriges oder Unerklärliches, das Erstaunen Erregendeoder auch ein gewisses Gefühl der Überlegenheit beim Lachenden,der dabei in einer glücklichen Geistesstimmung sich befinden muß,scheint die häufigste Ursache zu sein 4 . Die Umstände dürfen nichtmomentaner Natur sein; kein Armer wird lachen oder lächeln, wenner plötzlich hört, daß ihm ein großes Vermögen vererbt worden ist.Wenn der Geist durch freudige Empfindungen stark erregt wird undes tritt irgend ein unerwartetes Ereignis oder ein unerwarteter Ge-danke ein, dann wird, wie Mr. Hebbebt Spenceb bemerkt 5 ,einebedeutende Menge nervöser Energie plötzlich in ihrem Abflüsse ge-hemmt, anstatt daß ihr gestattet würde, sich in der Erzeugungeiner äquivalenten Menge von neuen Gedanken und Erregungen,welche im Entstehen begriffen waren, auszubreiten. ....DerÜberschuß muß sich in irgend einer andern Richtung Luft machen.Es erfolgt daher ein Ausfluß durch die motorischen Nerven aufverschiedene Classen von Muskeln, und hierdurch werden die halb,konvulsivischen Thätigkeiten erzeugt, die wir Lachen nennen.Eine sich auf diesen Punkt beziehende Beobachtung hat einer meinerCorrespondenten während der letzten Belagerung von Paris gemacht,nämlich, daß die deutschen Soldaten nach starker Erregung inFolge des Umstands, daß sie äußerster Gefahr ausgesetzt gewesenwaren, besonders geneigt waren, bei dem geringsten Scherze inlautes Lachen auszubrechen. So wird ferner, wenn kleine Kindergerade anfangen wollen zu weinen, ein unerwartetes Ereignis zu-weilen ihr Weinen in Lachen verwandeln, welches allem Anscheinenach gleichzeitig gut dazu dient, ihre überschüssige nervöse Energiezu verbrauchen.

Man sagt zuweilen, daß die Einbildung durch eine lächerlicheIdee gekitzelt werde, und dies sogenannte Kitzeln des Geistes ist demKitzeln des Körpers merkwürdig analog. Jedermann weiß, wie un-mäßig Kinder lachen und wie ihr ganzer Körper convulsivisch be-wegt wird, wenn sie gekitzelt werden. Die anthropomorphen Affenstoßen, wie wir gesehen haben, gleichfalls einen wiederholten Laut

4 Mr. Bain gibt in seinem Buche: The Emotions and the"Will, 1865, p. 247,eine lange und interessante Erörterung über das Lächerliche. Das oben angeführteCitat über das Lachen der Götter ist diesem Werke entnommen, s. auch Mande-ville, The Fable of the Bees, Vol. II, p. 168.

5 The Physiology of Laughter. Essays, Seeond Series, 1863, p. 114.