Cap. 5.
Kunde.
103
andern Seite gewedelt wird. Die Uhren hängen herab und werdenein wenig nach hinten gezogen, was eine Verlängerung der Augenliderverursacht; dadurch wird das ganze Ansehen des Gesichts verändert.Die Lippen hängen lose herab und das Haar bleibt glatt. Alle dieseBewegungen oder Geberden sind wie ich glaube dadurch erklärbar,daß sie in vollkommenem Gegensätze zu denjenigen stehen, welchenaturgemäß ein bösgewordener Hund unter einem direct entgegen-gesetzten Seelenzustande annimmt. Wenn man seinen Hund anredetoder eben nur bemerkt, so sehen wir die letzte Spur dieser Beweg-ungen in einem leichten Wedeln des Schwanzes, ohne daß der Körper
«»!
Fig. 14. Ivopf eines fletschenden Hundes. Nach dem Lehen gez. von Mr. Wood.
irgend eine andere Bewegung machte und ohne daß selbst die Ohrenherabhiengen. Hunde geben ihre Zuneigung auch dadurch zu er-kennen, daß sie sich an ihren Herren zu reiben und von ihnen ge-rieben oder geliebkost zu werden wünschen.
Geatiolet erklärt die eben angeführten Geberden der Zuneigungin der folgenden Art. Der Leser mag beurtheilen, ob ihm die Er-klärung befriedigend erscheine. Wo er von den Thieren im Allgemeinenmit Einschluß des Hundes spricht, sagt er 2 : „C’est toujours la partie
De la Physionomie, 1865, p. 187, 218.