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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Cap. 4.

Zurücklegen der Ohren.

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nahezu dieselben sind. Endlich können wir einsehen, daß wenneinerseits diejenigen individuellen Schlangen, welche am besten imStande waren, ihre Feinde fortzutreiben, am sichersten dem Ver-schlungen-werden entgiengen, und wenn andererseits diejenigen In-dividuen der angreifenden Feinde in größerer Zahl leben blieben,welche am besten für das gefährliche Unternehmen, Giftschlangenzu tödten und zu verschlingen, ausgerüstet waren, daß dann indem einen Falle wie in dem andern, unter der Annahme, daß diein Frage stehenden Ckaractere variirten, wohlthätige Abänderungendurch das Überleben des Passendsten erhalten worden sind.

Das Zurückziehen der Ohren und Andrücken der-selben an den Kopf. Die Ohren sind durch ihre Bewegungenbei vielen Thieren äußerst ausdrucksvoll; bei einigen aber, wie beimMenschen, den höheren Affen und vielen Wiederkäuern versagen siein dieser Beziehung ihren Dienst. Ein unbedeutender Unterschied inder Haltung dient dazu, wie wir es täglich beim Hunde sehen können,in der deutlichsten Weise einen verschiedenen Seelenzustand auszu-drücken ; wir haben cs aber liier nur damit zu thun, daß die Ohrenscharf nach hinten gezogen und dicht an den Kopf angedrückt werden.Es ward damit ein böser Gemüthszustand gezeigt, doch nur bei denThieren, welche mit ihren Zähnen kämpfen: eine Erklärung dieserHaltung bietet die Sorgfalt, mit welcher sie es zu verhüten suchen,daß sie von ihren Gegnern bei den Ohren ergriffen werden. In Folgehiervon werden bei ihnen durch Gewohnheit und Association, so oftsie sich im geringen Grade böse fühlen oder im Spiel wild zu seinvorgeben, ihre Ohren zurückgezogen. Daß dies die richtige Erklärungist, kann man aus der Beziehung folgern, welche bei sehr vielenThieren zwischen ihrer Art und Weise zu kämpfen und dem Zurück-ziehen ihrer Ohren besteht.

Alle carnivoren Raubthiere kämpfen mit ihren Eckzähnen undalle ziehen, so viel ich beobachtet habe, ihre Ohren zurück, wennsie böse oder wild werden. Man kann dies beständig bei Hundensehen, wenn sie im Ernste mit einander kämpfen und bei jungenHunden, wenn sie sich im Spiele beißen. Die Bewegung ist ver-schieden von der, wenn die Ohren herabsinken und leicht nach hintengezogen werden, was ein Hund thut, wenn er vergnügt ist und vonseinem Herrn geliebkost wird. Das Zurückziehen der Ohren ist gleich-falls bei jungen Kätzchen zu sehen, wenn sie in ihren Spielen miteinander kämpfen, ebenso bei erwachsenen Katzen, wenn sie wirklichDarwin, Ausdruck, i. Auflage. (VII.) 7