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Mittel des Ausdrucks bei Thicren.
C'ap. 4.
„Schwanzgegend unvollständiger von den darunterliegenden Theilen„geschieden als an anderen Theilen des Körpers“. Wenn wir nunannehmen, daß das Schwanzende irgend einer alten americanischenSpecies vergrößert und von einer einzigen großen Schuppe bedecktwar, so hätte diese kaum bei den aufeinanderfolgenden Häutungenabgestoßen werden können. In diesem Falle wird sie beständig bei-behalten worden sein und in jeder Wachsthumsperiode wird sich,wenn die Schlange größer wurde, eine neue Schuppe, größer als dieletzte, über dieser gebildet haben, welche dann ebenfalls erhaltenworden sein wird. Es wird damit der Grund zur Entwicklung einerKlapper gelegt worden sein; wenn die Schlange, wie so viele andereArten, ihren Schwanz in schwingende Bewegungen versetzte, so oftsie gereizt wurde, so wird die Klapper gewohnheitgemäß benutztworden sein. Daß die Klapper seit jener Zeit speciell dazu entwickeltworden ist, als ein wirksames schallerzeugendes Instrument zu dienen,darüber kann kaum ein Zweifel bestehen; denn selbst die in derSchwanzspitze eingeschlossenen Wirbel sind in ihrer Form geändertworden und hängen zusammen. Darin aber, daß verschiedene Ge-bilde, wie die Klapper der Klapperschlange, die Seitenschuppen derEchis, der Hals mit den darin befindlichen Rippen bei der Oobraund der ganze Körper der Puff-Otter zum Zwecke, die Feinde dieserThiere zu warnen und fortzuschrecken, modificirt worden sind, liegtkeine größere Unwahrscheinlichkeit als darin, daß der ganze Körperbaueines Vogels, nämlich des wunderbaren Secretairs (Gypogeramis), zudem Zwecke modificirt worden ist, Schlangen ungestraft tödten zukönnen. Nach dem, was wir vorhin gesehen haben, zu urtheilen,ist es in hohem Grade wahrscheinlich, daß dieser Vogel seine Federn.aufrichten wird, sobald er eine Schlange angreift; und sicher ist es,daß der Herpestes, wenn er eifrig auf eine Schlange losstürzt, dasHaar auf dem ganzen Körper und besonders am Schwänze aufrichtet 32 .Wir haben auch gesehen, daß manche Stachelschweine, wenn siebeim Anblicke einer Schlange zornig oder beunruhigt werden, ihrenSchwanz in schnelle vibrirende Bewegung setzen und dabei durchdas Zusammenschlagen der hohlen Stachelkiele einen eigenthümlichenLaut hervorbringen. Es versuchen also hier beide, sowohl der An-greifer als der Angegriffene, sich gegenseitig so schrecklich als mög-lich zu machen, und beide besitzen speciell zu diesem Zwecke ent-wickelte Mittel, welche merkwürdig genug in einigen dieser Fälle
32 Mr. des Voeux, in Proceed. Zoolog. Soc. 1871, p. 3.