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Allgemeine Gesetze des Ausdrucks.
Cap. 3,
große Anstrengung, welche wir willkürlich unternehmen, das Herzbeeinflußt und zwar durch mechanische und andere Principien, welchehier nicht betrachtet zu werden brauchen. Und im ersten Capitelwurde gezeigt, daß Nervenkraft leicht in gewohnheitsgemäß benutztenCanälen fließt und zwar durch die Nerven der willkürlichen oderunwillkürlichen Bewegung und durch die der Empfindung. So wirdselbst ein mäßiger Grad von Anstrengung auf das Herz einzuwirkengeneigt sein, und nach dem Principe der Association, von welchem■so viele Beispiele angeführt worden sind, können wir ziemlich sichersein, daß jede Empfindung oder Gemiithserregung, wie großer Schmerzoder Wuth, welche gewohnheitsgemäß zu starker Muskelthätigkeitgeführt hat, den Zufluß von Nervenkraft zum Herzen unmittelbarbeeinflussen wird, obgleich zur gegebenen Zeit gar keine Muskel-anstrengung vorhanden zu sein braucht.
Wie ich eben gesagt habe, wird das Herz nur um so leichterdurch gewohnheitsgemäße Associationen afficirt ■werden, als es nichtunter der Controle des Willens stellt. Wenn ein Mensch mäßig zornigoder selbst wenn er in Wuth gerathen ist, so kann er wohl die Be-wegungen seines Körpers beherrschen, er kann es aber nicht ver-hindern, daß sein Herz heftig schlägt. Seine Brust gibt vielleichtein paar seufzende Inspirationen und seine Nasenlöcher zittern eben,denn die Bewegungen der Respiration sind nur zum Theil willkürlich,ln gleicher Weise werden zuweilen allein diejenigen Muskeln des Ge-sichts, welche am wenigsten dem Willen unterworfen sind, eine ge-ringe und vorübergehende Erregung verrathen. Ferner sind die Drüsengänzlich vom Willen unabhängig, und ein an Kummer leidenderMensch kann wohl seine Gesichtszüge beherrschen, kann aber nichtimmer verhindern, daß ihm die Thränen in die Augen kommen.Wenn verlockende Nahrung vor einen hungrigen Menschen hingestelltwird, so kann er wohl seinen Hunger durch keine äußerliche Geberdezu erkennen geben, er kann aber die Absonderung des Speichels inseinem Munde nicht unterdrücken.
Bei übergroßer Freude oder sehr lebendigem Vergnügen ist eine-starke Neigung zu verschiedenen zwecklosen Bewegungen und zuÄußerung verschiedener Laute vorhanden. Wir sehen dies an unserenkleinen Kindern in ihrem lauten Lachen, dem Zusammenschlagen derHände und dem Hüpfen vor Freude, in dem Springen und Belleneines Hundes, wenn er mit seinem Herrn ausgehen will, und in denmunteren Sprüngen eines Pferdes, wenn es auf ein offenes Feld ge-lassen wird. Freude beschleunigt die Circulation und diese reizt