Cap. 1.
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Associirte Bewegungen bei Thieren.
Hunde und Schakale 10 tinden ein großes Vergnügen darin, ihrenNacken und Rücken auf Aas zu wälzen und zu reihen. Es scheintihnen der Geruch entzückend zu sein, obgleich wenigstens Hunde keinAas fressen. Mr. Baktlett hat meinetwegen Wölfe beobachtet und.ihnen Aas gegeben, hat aber niemals gesehen, daß sie sich auf dem-selben wälzten. Ich habe die Bemerkung gehört, und ich glaube, sieist richtig, daß die größeren Hunde, welche wahrscheinlich von Wöl-fen abstammen, sich nicht so häufig auf Aas wälzen, als es kleinereHunde thun, welche wahrscheinlich von Schakalen abstammen. Wennein Stück braunen Zwiebacks einem meiner Pinscher, einer Hündin,gegeben wird, und sie nicht hungrig ist (ich habe auch von anderenänlichen Beispielen gehört), so zerrt sie dasselbe zuerst umher und.zerfetzt es, als wenn es eine Ratte oder ein anderes Beutethier wäre;dann wälzt sie sich wiederholt auf demselben herum, als wenn es einStück Aas wäre, und endlich frißt sie es. Es möchte fast scheinen,als müsse dem widrigen Bissen erst noch ein imaginärer Geschmackbeigebracht werden, und um dies zu bewirken, handelt der Hund in.seiner gewohnheitsgemäßen Weise so, als wenn der Zwieback einlebendiges Thier wäre oder wie Aas röche, obgleich er besser als wirweiß, daß dies nicht der Fall ist. Ich habe gesehen, daß derselbePinscher in derselben Art handelt, wenn er einen kleinen Vogel odereine Maus getödtet hat.
Hunde kratzen sich mit einer schnellen Bewegung eines ihrerHinterbeine; und wenn man ihren Rücken mit einem Stocke reiht, soist die Gewohnheit so stark, daß sie nicht umhin können, die Luft■oder den Boden in einer nutzlosen, lächerlichen Art und Weise zukratzen. Wenn der eben erwähnte Pinscher mit einem Stocke in dieserWeise geriehen wird, so zeigt er zuweilen sein Entzücken noch durch■eine andere gewohnheitsgemäße Bewegung, nämlich dadurch, daß erin die Luft leckt, als wenn er meine Hand leckte.
Pferde kratzen sich in der Art, daß sie diejenigen Theile ihresKörpers, welche sie mit ihren Zähnen erreichen können, benagen; abernoch gewöhnlicher zeigt ein Pferd dem andern, wo es gekratzt wer-den möchte, und dann benagen sie sich gegenseitig. Ein Freund,■dessen Aufmerksamkeit ich auf diesen Gegenstand gelenkt hatte, be-obachtete, daß, wenn er den Rücken seines Pferdes rieb, das Thier•seinen Kopf vorstreckte, seine Zähne entblößte und seine Kinnladenbewegte, genau so, als wenn es den Rücken eines andern Pferdes be-
15 s. Mr. !\ H. Sal vin’s Schilderung eines zahmen Schakals in: Land andWater. Oct. 1SG!I.