Cap. 1.
Assoc-iirte Bewegungen bei Thieren.
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Associirte gewolmlieitsgemäße Bewegungen beiden niederen Thieren. — Ich habe schon was den Menschen be-trifft, mehrere Beispiele von Bewegungen angeführt, welche, mit ver-schiedenen Zuständen des Geistes oder Körpers associirt, jetztzwecklos sind, ursprünglich aber von Nutzen waren und auch jetztnoch unter gewissen Umständen von Nutzen sind. Da dieser Gegen-stand für uns von großer Bedeutung ist, so will ich nun eine be-trächtliche Anzahl analoger Thatsachen mit Bezug auf die Tliiere an-füliren, obschon viele von ihnen sehr unbedeutender Natur sind. MeineAbsicht ist, zu zeigen, daß gewisse Bewegungen ursprünglich zueinem bestimmten Zwecke ausgeführt wurden und daß sie unter nahe-zu denselben Umständen noch jetzt hartnäckig in Folge der Gewohn-heit ausgeführt werden, wenn sie auch nicht von dem geringstenNutzen sind. Daß die Neigung zu dergleichen in den meisten derfolgenden Fälle vererbt wird, können wir daraus schließen, daß der-artige Handlungen in einer und derselben Weise von allen Individuender nämlichen Species, von Jungen und Alten ausgeführt werden.Wir werden auch sehen, daß sie durch die allerverschiedenartigsten,oft weit hergeholten und zuweilen nhsverstandenen Associationen an-geregt werden.
Wenn sich Hunde zum Schlafen auf einem Teppiche oder einerandern, auch harten Fläche niederlegen wollen, so gehen sie meistrings im Kreise herum, und kratzen den Boden mit ihren Vorder-pfoten in einer sinnlosen Art, als wenn sie beabsichtigten, das Grasniederzutreten und eine Grube zu scharren, wie es ohne Zweifel ihrewilden Voreltern tliaten, als sie auf offenen grasigen Ebenen oder inden Wäldern lebten. Schakale, Fennecks u. a. verwandte Tliiere inden zoologischen Gärten behandeln ihr Stroh in derselben Weise; esist aber ein ziemlich merkwürdiger Umstand, daß die Wärter währendeiner Beobachtung von mehreren Monaten niemals gesehen haben, daßsich die Wölfe ebenso benähmen. Ein halb blödsinniger Hund —und ein Thier in diesem Zustande wird ganz besonders geneigt sein,einer sinnlosen Handlung Folge zu geben — drehte sich, wie einermeiner Freunde beobachtet hat, auf einem Teppiche dreizehnmal ringsim Kreise herum, ehe er sich hinlegte.
Viele fleischfressende Thiere, welche nach ihrer Beute hin-kriechen und sich vorbereiten, plötzlich auf dieselbe loszubrechenoder zu springen, senken ihren Kopf und ducken sich zum Theil,um für das Einspringen vorbereitet zu sein; und diese Gewohnheitist in einer übertriebenen Form bei unseren Vorstehe- und Hühner-