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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
Entstehung
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Einleitung.

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Europäern in gesellige Berührung gekommen sind, Vorkommen, wieso oft ohne viele Belege zu geben behauptet worden ist. Wenn nurimmer dieselben Bewegungen der Gesichtszüge oder des Körpers beimehreren verschiedenen Bassen des Menschen dieselben Seelenbeweg-ungen au,schlicken, so können wir mit großer Wahrscheinlichkeitfolgern, daß derartige Ausdrucksarten echte sind, d. h. daß sie an-geborne oder instinctive sind. Conventionelle Ausdrucksformen oderGeberden, welche das Individuum während der ersten Zeit seinesLebens sich aneignet, dürften wahrscheinlich bei den verschiedenenRassen in derselben Weise von einander verschieden gewesen sein, wiederen Sprachen es sind. In Folge dieser Betrachtungen vertheilte ich,zeitig im Jahre 1867, die folgenden Fragen gedruckt mit der Aufforder-ung, welcher auch vollständig entsprochen worden ist, daß man sichnur auf wirkliche Beobachtungen, nicht auf das Gedächtnis verlassenmöge. Diese Fragen wurden nach dem Verlaufe einer beträchtlichlangen Zeit seit meiner ersten Beschäftigung mit dem Gegenständeniedergeschrieben, innerhalb deren meine Aufmerksamkeit nach einerandern Richtung hin in Anspruch genommen war; und ich sehe jetzt,daß sie viel besser hätten gestellt -werden können. Einigen der späterversendeten Exemplare fügte ich handschriftlich noch einige wenigeBemerkungen hinzu.

1. Wird das Erstaunen dadurch ausgedrückt, daß die Augen uudder Mund weit geöffnet und die Augenbrauen in die Höhe gezogenwerden?

2. Erregt die Scham ein Erröthen, wenn die Farbe der Haut einSichtbarwerden desselben gestattet? und besonders: wie weit erstrecktsich das Erröthen am Körper abwärts?

3. Wenn ein Mensch indignirt oder trotzig ist, runzelt er die Stirn,hält er seinen Körper und Kopf aufrecht, wirft er seine Schultern zurückund ballt er die Faust?

4. Wenn er über irgend einen Gegenstand tief nachdenkt oder einRäthsel zu lösen versucht, runzelt er die Stirn oder die Haut unterhalbder unteren Augenlider?

5. Sind im Zustande der Niedergeschlagenheit die Mundwinkel herab-gezogen und die inneren Enden der Augenbrauen durch den Muskel, welchendie Franzosen den »Gram-Muskel« nennen, emporgehoben? Die Augen-brauen stehen in diesem Zustande unbedeutend schräg, ihr inneres Endeist leicht angeschwollen und die Stirn ist im mittleren Theile quer gefaltet,aber nicht quer über die ganze Breite, wie dann, wenn die Augenbrauenbeim Erstaunen in die Höhe gezogen werden.

6. Wenn der Mensch in guter Laune ist, glänzen dann die Augen,ist die Haut rund um sie herum und unter ihnen etwas gerunzelt undist der Mund an den Winkeln ein wenig nach hinten gezogen?