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Einleitung.
7. Wenn ein Mensch einen andern verhöhnt oder bissig anfährt, wirddann der Winkel der Oberlippe über dem Hunds- oder Augenzahn auf derSeite erhoben, auf welcher der so angeredete Mensch sich findet?
S. Ist der Ausdruck des Mürrisch- oder Obstinatseins wiederzuer-kennen, welcher sich hauptsächlich darin zeigt, dass der Mund fest geschlos-sen ist, die Augenbrauen etwas herabgezogen und leicht gerunzelt sind ?
9. Wird Verachtung durch ein leichtes Vorstrecken der Lippen, durchEmporheben der Nase, verbunden mit einer leichten Exspiration ausge-drückt ?
10. Wird Widerwille dadurch gezeigt, dass die Unterlippe nach ab-wärts gewendet und die Oberlippe leicht erhoben wird in Verbindung miteiner plötzlichen Exspiration, bald so wie ein beginnendes Erbrechen oderals wenn etwas aus dem Munde ausgespuckt würde?
11. Wird die äußerste Furcht allgemein in derselben Weise aus-gedrückt, wie bei Europäern?
12. Wird das Lachen jemals so weit getrieben, daß es Thränen indie Augen bringt ?
13. Wenn ein Mensch zu zeigen wünscht, daß er irgend etwas zugeschehen nicht verhindern kann oder daß er selbst etwas nicht thunkann, zuckt er dann mit den Schultern, wendet er seine Ellenbogen nachinnen, streckt er seine Hände nach außen und öffnet er dieselben, wobeinoch die Augenbrauen erhoben werden?
1-1. Wenn Kinder mürrisch oder eigensinnig sind, lassen sie dannden Mund hängen oder strecken sie die Lippen vor?
15. Kann Schuld, oder Schlauheit, oder Eifersucht im Ausdrucke er-kannt werden? Ich weiß indessen nicht, wie diese Ausdrucksformenscharf zu bestimmen sind.
10. Wird bei der Bejahung der Kopf in senkrechter Richtung genicktund bei der Verneinung nach den Seiten geschüttelt?
Beobachtungen an Eingebornen, welche nur wenig Communication mitEuropäern gehabt haben, würden natürlich die werthvollsten sein, obschonsolche überhaupt an Eingebornen angestellt von großem Interesse für michsein würden. Allgemeine Bemerkungen über den Ausdruck sind von ver-hältnismäßig geringem Werthe; und das Gedächtnis ist so trügerisch,daß ich ernstlich bitte, ihm nicht zu trauen. Eine bestimmt abgefaßteBeschreibung des Ausdrucks unter irgend einer Seelenerregung oder einembestimmten Zustande des Geistes, mit einer Angabe der Umstände, unterwelchen jene eintraten, würden großen Werth für mich haben.
Auf diese Fragen habe ich sechsunddreißig Antworten von ver-schiedenen Beobachtern erhalten, mehrere derselben von Missionärenoder Protectoren der eingebornen Bevölkerung, denen allen ich für diegroße Mühe, welche sie sich gegeben haben, und für die werthvolleHülfe, die ich dadurch erhalten habe, aufs Tiefste verbunden bin.Ich will ihre Namen u. s. w. am Ende des vorliegenden Abschnitteseinzeln aufzählen, um nicht die Pieihe meiner Bemerkungen hier zu