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Einleitung.
„mettre en action tel ou tel muscle, un seul ou plusieurs muscles„ä la fois, lorsqu’il a voulu que les signes caracteristiques des passions,„meine les plus fngaces, fussent ecrits passagerement sur la face de„Thomme. Ce langage de la physionomie une fois cree, il lui a suffi,„pour le rendre universel et immuable, de donner ä tout etre lnunnin„la faculte instinctive d’exprimer toujours ses Sentiments par la con-„traction des meines muscles.“
Viele Schriftsteller betrachten den ganzen Gegenstand, die ver-schiedenen Ausdrucksformen, als unerklärlich. So sagt der berühmtePhysiolog Johannes Mülluk 17 : „Der so äußerst verschiedene Aus-druck der Gesiclitsziige in den verschiedenen Leidenschaften zeigt,„daß je nach der Art der Seelenzustände ganz verschiedene Gruppen„der Fasern des Nervus facialis in Tliätigkeit oder Abspannung gesetzt„werden. Die Gründe dieser Erscheinung, dieser Beziehung der Gesichts-„muskeln zu besonderen Leidenschaften, sind gänzlich unbekannt.“
So lange man den Menschen und alle übrigen Thiere als besondereSchöpfungen betrachtet, wird ohne Zweifel dadurch unserem natürlichenVerlangen, den Ursachen des Ausdrucks so weit wie möglich liach-zuforschen, eine wirksame Schranke gesetzt. Nach dieser Theoriekann Alles und Jedes gleichmäßig gut erklärt werden; in Bezug aufdie Lehre vom Ausdruck hat sie sich ebenso verderblich erwiesen,wie in Bezug auf jeden andern Zweig der Naturgeschichte. BeimMenschen lassen sich einige Formen des Ausdrucks, so das Sträubendes Haares unter dem Einflüsse des äußersten Schreckens, oder desEntblößens der Zähne unter dem der rasenden Wnth, kaum verstehen,ausgenommen unter der Annahme, daß der Mensch früher einmal ineinem viel niedrigeren und thierähnlichen Zustande existirt hat, DieGemeinsamkeit gewisser Ausdrucksweisen bei verschiedenen, aber ver-wandten Species, so die Bewegungen derselben Gesichtsmuskelnwährend des Lachens beim Menschen und bei verschiedenen Affen,wird etwas verständlicher, wenn wir an deren Abstammung von einemgemeinsamen Urerzeuger glauben. Wer aus allgemeine]! Gründenannimmt, daß der Körperbau und die Gewohnheiten aller Thiere all-mählich entwickelt worden sind, wird auch die ganze Lehre vomkörperlichen Ausdrucke der Seelenzustände in einem neuen und in-teressanten Lichte betrachten.
Das Studium des Ausdrucks ist schwierig, da die Bewegungenhäufig äußerst unbedeutend und von einer schnell vorübergehenden
11 Handbuch der Physiologie des Menschen Bd. II. 1840. S. i)2.