Die Pilgeryccre in Kleinaficir. i;/
fem Schnee bedeckt waren. Eine zwcyte Straße führte längs I.der Meerküste, zwar auf großem Umwege und durch vieleKrümmungen, aber ohne Gefährlichkeit und selbst ohne andreHindernisse, als diejenigen, welche im Winter durch dasAnschwelleu der an der Küste sich in das Meer ergießendenStröme entstehen konnten; und in den vielen bevölkertenund reichen Handelsstädten, welche diese Straße berührte,als Smyrna, Ephesus, Laodicea, durften die Wallbrüderhoffen, überflüssig mit Speise versorgt zu werden, wenndie Griechen redlich und getreulich ihr gegebenes Wort er-füllen wollten. Eine d-.itte Straße führte über Philadelphiain dem alten Lydien in der Mitte zwischen jenen beydcnStraßen, nicht so gerade als die erstcrc und nicht auf sogross m Umwege als die zweytc, ohne Gefährlichkeiten undHindernisse, war aber, weil sie nur durch armes und un-fruchtbares Land führte, einem Heere nicht anzuralhen, wel-ches nicht reichlich mit aller Norhdurft versehen war.
Zm Rathc der französischen Pilgerfürsten wurden nochdie Dorkheilc und Nachrheile dieser drey Straßen erwogenund noch war kein Entschluß gefaßt worden, als schon dietraurige Kunde von dem jämmerlichen Untergange einesgroßen Thetis des deutschen Heeres gebracht, und bald her-nach durch einige deutsche Fürsten, welche als Botschafterdes Königs Conrad zu dem Könige Ludwig kamen, bestä-tigt wurde.
Sckon zu Nicomedicn kam unter die deutschen Wallbrü-der Hader und Zwiespalt eben wegen der Wahl des Wegesdurch Kleinasien, welche auch unter den Franzosen so streitigwar. Der König Conrad im Vertrauen auf die Zahl undTapferkeit. ferner Scharen bestand darauf, den Weg des