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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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Die Krcuzprcdigtcn i» Frankreich. ;y

Wahn, daß die Zeit der Ausrottung der Juden gekommen 2 ,El,,-,sey, sondern selbst verständige und fromme Männer meinten,es nütze wenig, die Feinde des Glaubens in fernen Gegen-den zu bekämpfen, so lange die viel schlimmem WidersacherChristi, die Juden, den Heiland ungestraft lästern und diechristlichen Sacramente schänden und zertreten dürften.

Andre redliche Männer, welche zwar nicht die fromme Mord-lust ihrer Zeitgenossen, aber doch den Unwillen über denfrechen und zudringlichen Wucher der Juden theilten, warenin ihrem Herzen zweifelhaft, ob der Judcnmord Gott wohl-gefällig sey oder nicht, wenn sie ihn auch mit dem Mundemißbilligten, und widersetzten sich daher dem Gräuel nichtMit Kraft und Nachdruck. So bewies zwar der sanfte Abt /Peter der Ehrwürdige von Clugny, in einem Briefe an denKönig Ludwig, mit vielen Stellen der heiligen Schrift, nach /der Auslcgungswcise seiner Zeit, daß Gott nicht den Todder Juden fordere, sondern ihnen zur gerechten Strafe einLeben beschieden habe, schlimmer als der Tod, nemlich un-stät und flüchtig auf der Erde zu feyn, wie einst Cain, bisnach den Worten des Apostels die Fülle der Heiden cingcrgangen sey und dann auch Israel selig werde ; abin,. erfand cs doch billig, ihnen zu nehmen, was sie nicht durchAckerbau oder rechtmäßigen Kriegsdienst, oder andern ehrli-chen und nützlichen Erwerb, sondern durch Ucbcrlistung derChristen und wohlfeilen Ankauf gcstohlner Güter an sich ge-bracht, um solches zum Nutzen des christlichen Heers anzu- ,wenden; er forderte die christlichen Streiter, welche ausLiebe zu Christo ihrem Herrn, um die Saraccnen zu bekäm-pfen, ihrer eignen Güter nicht schonten, auf, doch auch derdurch Verbrechen erworbenen Reichthümcr der Juden nicht

44) Br. an die Römer ii,.