Die Kreuzpredigten in Frankreich. ;7
ches Gemüth; und auch der Fleck, welchen er in den Augender Welt durch die Brechung jenes Schwurs auf seine Rit-terehre gebracht, war ihm nicht gleichgültig. Wie sollte ernicht begierig die angebotene Gelegenheit ergriffen haben,durch ein heiliges Gott gefälliges Werk zugleich alle Schuldabzubüßen, Gott zu versöhnen und auch vor der Welt seineRitterehre zu reinigen? Was konnte aber als Werk der Bußedem ritterlich frommen Sinne des jugendlichen Königs sichmehr empfehlen, als ein Krenzzng wider die Heiden, welcherseinen Namen verherrlichte, wie einst die Namen des Her-zogs Gottfried, des Grafen Robert von Flandern und an-drer preiswürdigen Helden des ersten Kreuzzugcs. Nichtminder ermunterte den König zu solcher Unternehmung,daß er auch für das Seelenheil seines verstorbenen Bruderssorgen konnte, wenn er das Kreuz des Herrn auf sich nahmund die Seele seines Bruders der Verdienstlichkeit seinesgute» Werkes theilhaftig machte; denn König Philipp wardurch den Tod verhindert worden, die Wallfahrt zum heili-gen Grabe, welche er gelobt, zu vollbringen.
Als daher am Weihnachtsfest 1143. auf einer Versamm-lung französischer Prälaten zu Bourges, wo auch der Königmit vielen französischen Herren anwesend war, der BischofsGottfried von Langrcs, welcher damals eben aus dem ge-lobten Lande zurückgekommen war, in einer feurigen begei-sterten Rede die Bedrangniß und Hülflosigkeit der Christenim Reiche Jerusalem seit dem Verlust von Edessa schilderteund die anwesenden Ritter zur Hülfe aufforderte, so erklärteLudwig sich sogleich bereit, für den Heiland sich zu waff-nen "). Mehrere Barone aber, welche kühler überlegend,
Ii) 06o rio viaxila (Oenilin der an den Abi Snger gerichteten Be-Gcgcnü »VN Paris)/ Mönch, her- richte äo exxoauionc Imä. VlI. innach Abt von St. Denys, in seinem oricittei» (in 8. Lvrnaräi xenn.