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Der König geht nach Sachsen.
Stolberg, eye dieser sich in seiner Stellung befestigen undihn Haddick verstärken konnte, ganz unerwartet bei Freiberg 1762auf dem linken Flügel an und schlug ihn den 29sten so, 29. Dct.daß Oesterreichcr und Reichstruppen in großer Unordnungmit Verlust von etwa 7000 Mann (wovon über 4500 ge-fangen wurden) und 28 Geschützen nach Dippoldiswaldezurückzogen. Seidlitz, der, als er mit der Reiterei nichtwirken konnte, sich an die Spitze des Fußvolks stellte, hattedas Hauptvcrdienst der Anregung und der Ausführung, wieder Prinz selbst anerkannte'). Die Prcussen verloren nur1400 Mann Todte und Verwundete, und wenn der Prinz,wie es zweckmäßiger war, den rechten feindlichen Flügel stattdes linken angegriffen hätte, so würde er bei seinen Hülfs-mitteln weit größere Erfolge haben herbeiführcn können.
Zm Anfänge des November stieß Neuwied, der seinenWeg durch Sachsen mit Plünderungen und Gewaltthätig-keitcn bezeichnet hatte, zum Prinzen, welcher ihn deshalbhart anließ und ihm erklärte, daß er seinen Hcerhaufen eherfür eine Spitzbubenbande als für Soldaten hielte.
Der unternehmende General Kleist, welchen der Prinzmit einem kleinen Heerhaufen nach Böhmen geschickt hatte,zerstörte das österreichische für 600,000 Gulden Vorrätheenthaltende Magazin in Saaz und kehrte ungehindert nachSachsen zurück.
Der König erhielt am 31. Octobcr die Nachricht vomSiege seines Bruders bei Freiberg und war sehr erfreut.
Er hoffte nun Dresden zu nehmen und rühm- und ehrenvollaus den gefährlichen Verwickelungen hervorzugchn, bei denener sich oft nur zwei Schritte vom Untergänge befunden. Erlobte seinen Bruder, daß er der österreichischen Hartnäckigkeitdm letzten Schlag beigebracht und den ersten Grund zumöffentlichen Glücke gelegt habe, welches der Friede sei").
Kaum war der König in Meißen angekommen, als er 6. Nov.
1) Prinz Heinrich an den König den 29. u. 39. Octbr. bei Schö-ning Siebenjähr. Krieg III. S. 192 u. 191.
2) Friedrich II. an Prinz Heinrich den 2. Novbr. bei SchöningSiebenjähr Krieg III. S. 195.
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